Wie fällt ihre Bilanz für 2016 aus?
Angesichts der Marktsituation sind wir mit der Entwicklung zufrieden. Es könnte natürlich immer besser sein. Berkemann und Solidus haben sich 2016 positiv entwickelt, bei Marc sind wir mittlerweile wieder auf einem guten Weg. Der Umzug von Verwaltung und Organisation nach Zeulenroda wurde Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen.
Wie sieht Ihre Strategie für Marc aus?
Wir konzentrieren uns auf unseren eigenen Retail, einen selektiven Vertrieb und eine starke Onlinepräsenz. Aktuell ist Marc nicht breit im Handel vertreten. Das wollen wir als Stärke nutzen. Der Handel ist aufgerufen, individuelle Sortimente zusammenzustellen. Das ist eine Chance für Marc. Unser Ziel ist nicht Masse, sondern ein gezielter Vertrieb.
Was erwarten sie von den kommenden Monaten?
Mit Sorge betrachten wir die Umsatz- und Ertragssituation im Schuhfachhandel. Die Folgen der Digitalisierung werden immer deutlicher. Vor diesem Hintergrund ist es unverzichtbar, alte Pfade zu verlassen und kreative neue Konzepte zu entwickeln. In diesem Bereich sehe ich allerdings wenig Bewegung. Alle reden zwar von Multichannel aber konkrete Ansätze gibt es kaum.
In wenigen Wochen findet die GDS in Düsseldorf statt. Wie nehmen Sie die Diskussion um die Messe wahr?
Sie besorgt mich. Vor allem die Komfortschuhhersteller benötigen eine starke Messeplattform mit internationaler Anziehungskraft. Berlin und Mailand sind für uns keine Alternative. Allerdings hat der Zick-Zack-Kurs der vergangenen Jahre der GDS sehr geschadet. Die wichtige Anpassung an die Marktsituation wurden lange Jahre verpasst. Wir brauchen eine verlässliche, langfristige Strategie. Es führt nicht weiter, immer nur auf die zu schielen, die nicht mehr ausstellen oder die Messe besuchen. Mit der erneuten Neuausrichtung werden nun diejenigen bestraft, die das bisherige Konzept mitgetragen haben.