Kunden als Mitarbeiter

Freitag lässt Kunden „schwitzen“

Eher Werkstatt als Ladenlokal: Im neuen Store von Freitag in Zürich legen die Kunden selbst Hand an und beteiligen sich an der Produktion ihrer Tasche.  (Foto: Roland Tännler)
Eher Werkstatt als Ladenlokal: Im neuen Store von Freitag in Zürich legen die Kunden selbst Hand an und beteiligen sich an der Produktion ihrer Tasche. (Foto: Roland Tännler)

Der Schweizer Taschenspezialist Freitag verfolgt in seinem Store in Zürich ein neues Konzept: Die Kunden arbeiten bei der Produktion ihrer individuellen Tasche mit.

Der Planentaschen-Spezialist Freitag hat sein Geschäft an der Grüngasse in Zürich umgebaut und unter dem Namen „Sweat-Yourself-Shop“ wiedereröffnet. Damit verlängerte er laut einer Mitteilung die „Produktionskette bis an die Verkaufsfront“ und lässt die Kunden ihren LKW-Planen-Shopper „im Schweiße ihres Angesichts“ – so die markentypische ironische Wortwahl – selbst zusammen- und fertigstellen.

Freitag Tasche: So wird's gemacht

Die Kunden tragen zudem „die gestalterische Gesamtverantwortung“ für ihre Taschen. Dabei werde sie die „quälende Auswahl der verschiedenfarbigen Planenteile“ wohl mehr zum Schwitzen bringen als die Fabrikarbeit. Unter „kameradschaftlicher Beaufsichtigung der Shop-Crew“ setzen die Käufer die Förderanlage in Gang und suchen sich nach ihrem „egal wie guten Geschmack“ je eine Vorder- und Hinterseite, einen Taschenboden, ein Griffpaar sowie ein Planenstück aus. Aus diesem schneidet und gestaltet der Hobby-Täschner mit Cutter und Plexiglasschablone ein Außensteckfach und rundet es mit der Stanzmaschine ab. Nachdem er mit der Ultraschall-Schweißmaschine das CI-konforme Branding in die Plane geprägt hat, übergibt er die Planenteile der „geübten F-Crew“ zum Nähen und Nieten und wird dann entlassen – „um bei einem Feierabend-Drink auf sein eigenes, fertiges Taschenunikat zu warten“.
 

Tobias Kurtz / 04.07.2019 - 12:44 Uhr

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