Das runde Jubiläum ’50 Jahre Rosenheim’ feierte die Gabor Belegschaft mit Familien am 18. Juni bei einem Sommerfest auf dem Firmengelände. In seiner Rede bedankte sich Vorstandsvorsitzender Achim Gabor bei seinen Mitarbeitern, er sei „stolz auf ihre einzigartigen Fähigkeiten“. Dass diese auch ihren Chef besonders schätzen, besangen die Azubis mit einem eigens komponierten Song, den sie vor den rund 900 Gästen zum Besten gaben. Neben den Beschäftigten haben auch die guten Standortbedingungen in der Hochschulstadt Rosenheim in den letzten Jahrzehnten maßgeblich zum Erfolg des international agierenden Unternehmens beigetragen, ist man bei Gabor überzeugt.
Bei der Standortwahl war seinerzeit vor allem die günstige geografische Lage mit der Nähe zu Italien wichtig. Das war damals – wie heute – das wichtigste Land für die Zulieferer des Gabor Leders. Darüber hinaus haben sich die Schuhherstellung und die Schuhbranche seit den Anfängen von Gabor Anfang des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert. In den 80er und 90er Jahren wurde der Markt erstmals im großen Stil mit Billig-Importen aus Asien überschwemmt. Die Verbraucher freuen sich über niedrige Preise, es entstand zunehmender Kostendruck, der es 1994 auch bei Gabor notwendig machte, den Produktionsstandort in Rosenheim umzustrukturieren. Er wurde zur modernen Design- und Schaltzentrale mit Prototypenfertigung und aktuell 430 Mitarbeitern umgebaut.
Der Großteil der Gabor Schuhe kommt heute aus zwei eigenen Gabor-Werken in Europa – Silveiros in Portugal und Banovce in der Slowakei. Einen Teil der Schuhe und einige Komponenten bezieht Gabor auch bei langjährigen Partnerfirmen aus Asien. In Silveiros und Banovce wurden zeitgleich zu Rosenheim zwei weitere Jubiläen mit eigenen Veranstaltungen gefeiert: 20 Jahre Gabor Portugal und 30 Jahre in der Slowakei. „Die größte Herausforderung ist für uns momentan die zunehmende Digitalisierung, die besonders den Handel beeinflusst“, so Achim Gabor. Man arbeite daran, die Stärken des lokalen Handels mit den Vorteilen des Internets zu kombinieren. Vor diesem Hintergrund übergab Achim Gabor der anwesenden Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und dem Landrat Wolfgang Berthaler einen Scheck über 10.000 Euro zur Förderung des geplanten digitalen Gründerzentrums von Stadt und Landkreis.