Die Erlöse gingen in den drei Monaten bis zum 1. August um 3 % von 546 Mio. auf rund 530 Mio. US-Dollar zurück. Die vergleichbaren Umsätze sanken konzernweit um 1 %. Während die stationären vergleichbaren Umsätze um 1 % zulegten, ging das Online-Geschäft um 6 % zurück.
Besonders deutlich fiel das Minus bei der britischen Tochter Schuh aus. Der Gesamtumsatz des Händlers sank im zweiten Quartal um 10 %, die vergleichbaren Umsätze lagen 9 % unter dem Vorjahresniveau. Genesco führt die Entwicklung unter anderem auf die bewusste Reduzierung von Rabattaktionen bei Schuh zurück. Der Rückgang im E-Commerce steht nach Angaben des Konzerns ebenfalls teilweise damit in Zusammenhang.
Andere Geschäftsbereiche entwickelten sich besser. Journeys steigerte seine vergleichbaren Umsätze um 2 % und verzeichnete damit das achte Quartal in Folge ein vergleichbares Umsatzplus. Bei Johnston & Murphy legten die vergleichbaren Erlöse um 4 % zu, der Gesamtumsatz stieg um 5 %. Die Umsätze von Journeys blieben insgesamt stabil.
Trotz der rückläufigen Erlöse verbesserte sich die Profitabilität. Die bereinigte Bruttomarge erhöhte sich von 45,8 auf 47,2 %. Dazu trugen laut Genesco insbesondere geringere Rabattaktivitäten und ein höherer Anteil zum regulären Preis verkaufter Ware bei Schuh bei. Der bereinigte operative Verlust verringerte sich von 14,3 Mio. auf 8,3 Mio. US-Dollar.
Genesco-Chefin Mimi E. Vaughn sieht darin Fortschritte bei der strategischen Neuausrichtung des Konzerns: „Unsere Footwear-First-Strategie funktioniert, und unsere Dynamik nimmt zu“, erklärte sie. Den Umsatzrückgang führt das Unternehmen neben den geringeren Rabattaktionen bei Schuh unter anderem auf Filialschließungen und Veränderungen im Lizenzgeschäft zurück.
Für das Gesamtjahr wird Genesco beim Umsatz allerdings vorsichtiger. Die vergleichbaren Erlöse sollen nun auf Vorjahresniveau liegen; bislang wurde ein Wachstum von 1 bis 2 % erwartet. Der Gesamtumsatz soll rund 2 % zurückgehen. Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem einen höheren erwarteten Druck auf das Schuh-Geschäft in der zweiten Jahreshälfte.
Beim Ergebnis wird der Konzern dagegen optimistischer. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll nun am oberen Ende der bisherigen Spanne von 2,00 bis 2,40 US-Dollar liegen. Finanzchef Jonathan Collins erklärte: „Wir erhöhen unseren Ausblick für das bereinigte Ergebnis je Aktie auf das obere Ende der Spanne.“