Für den Monat März liegt die Prognose für das Konsumklima bei 10,0 Punkten nach 10,2 Zählern im Februar, teilt das Marktforschungsinstitut GfK mit. Im Sog des Regierungswechsel in den USA und der zuletzt deutlich gestiegenen Inflation mussten die Konjunktur- und Einkommenserwartung einen wesentlichen Teil ihrer Gewinne aus den Vormonaten wieder einbüßen. So ist die Konjunkturerwartung um 11,9 Zähler auf 9,7 Punkte gesunken. Dennoch ist die Konjunkturstimmung laut den Gfk-Marktexperten im Jahresvergleich noch immer gut und liegt sechs Zähler über ihrem entsprechenden Vorjahresniveau.
Einkommensoptimismus geht zurück
Neben dem Konjunkturindikator verliert auch die Einkommenserwartung in diesem Monat und sinkt um 10,2 Punkte auf 48,1 Zähler. Damit liegt der Indikator nun wieder unter seinem Vorjahreswert.
Zu den Gründen für diese Entwicklung zählt die anziehende Inflation. Stärker steigende Preise – vor allem für Energie – sorgen dafür, dass die Kaufkraft der Konsumenten geschmälert wird. Höhere Kosten für Benzin und Heizöl zum Beispiel führen dazu, dass entsprechend weniger finanzielle Mittel für andere Zwecke zur Verfügung stehen. Die realen Einkommen werden von einer zuletzt im Januar gemessenen Inflationsrate von 1,9% belastet.
Anschaffungsneigung verliert moderat
Mit einem Minus von sechs Zählern fallen die Verluste vergleichsweise moderat aus. Aktuell weist der Indikator 51,6 Punkte auf. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht ein kleines Minus von gut einem Zähler zu Buche.
Konsumklima: leichter Rückgang
Nach 10,2 Zählern im Februar prognostiziert GfK für März einen leichten Rückgang des Konsumklimas auf 10,0 Punkte. Damit muss der Gesamtindikator nach drei Anstiegen in Folge wieder Einbußen hinnehmen. Trotz des moderaten Rückgangs bleiben die Konsumenten in Kauflaune, auch wenn ihr Optimismus etwas weniger ausgeprägt ist.
GfK-Prognose für den privaten Konsum 2017: 1,5%
GfK geht davon aus, dass die realen privaten Konsumausgaben in diesem Jahr um 1,5%steigen werden. Damit wachse der Konsum im Gleichklang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, für die ein ähnliches Wachstum prognostiziert wird.