Die Sportmarke Adidas steht auf wackeligen Beinen. Das Unternehmen aus Herzogenaurach hat seit einiger Zeit mit Kursschwankungen und einem schwierigen Ruf zu kämpfen. Nicht zuletzt wegen der geplatzten Kooperation mit dem Rapper Kanye „Ye“ West, der sich in der Vergangenheit mehrmals antisemitisch äußerte.
Um das Vertrauen der Mitarbeitenden in das Unternehmen zu stärken und ein Zeichen in Sachen Transparenz zu setzen, ging Bjørn Gulden nach seinem Wechsel zu Adidas einen besonderen Schritt: Laut dem Wall Street Journal gab der CEO seine eigene Handynummer an alle rund 60.000 Mitarbeitende des Unternehmens. „Manche Menschen dachten, ich sei verrückt“, sagt Gulden gegenüber dem Journal. In den folgenden Wochen sei er wöchentlich um die 200 Male von besorgten Mitarbeitenden kontaktiert worden sein. Diese äußerten dabei ihre Sorgen um die Zukunft des Unternehmens.
Nach dem gekündigten Deal konnte Adidas zwar die verbliebenen Yeezys verkaufen und trotz großer Spenden Gewinne fahren, der Ruf verblieb jedoch angekratzt. Nun werden Andeutungen einer langsamen Rückkehr in den Handel deutlich – wie zuletzt bei dem Besuch der Marke auf der Messe Meetnbuy in Mainhausen.