Adidas hat im zweiten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 6,7 Mrd. Euro (Q2 2025: 5,952 Mrd. Euro) und ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 % erzielt. Das Umsatzwachstum in Euro liegt bei 13 %. Die Bruttomarge des Unternehmens stieg im zweiten Quartal um 0,8 Prozentpunkte auf 52,5 % (2025: 51,7 %). Ein gesunder Anteil an Verkäufen zum vollen Preis und ein vorteilhafterer Vertriebskanalmix trieben die Verbesserung der Bruttomarge. Zusätzlich erhielt das Unternehmen die erste geringe Rückerstattung zuvor entrichteter US-Zölle. Höhere Fracht- und Beschaffungskosten sowie höhere US-Zölle wirkten sich negativ auf die Entwicklung im Vorjahresvergleich aus. Das Betriebsergebnis des Unternehmens stieg im zweiten Quartal um 5 % auf 574 Mio. Euro (2025: 546 Mio. Euro), trotz der signifikanten Investitionen in Kampagnen und Aktivierungen, die einen Anstieg der Marketingaufwendungen um mehr als 200 Mio. Euro nach sich zogen. Die operative Marge lag bei 8,5 % (2025: 9,2 %).
Wachstumstreiber ist das Segment Bekleidung mit einem währungsbereinigten Plus von 35 % wegen steigender Verkäufe in Fußball und Originals sowie ergänzend in Running, Training, Motorsport und US-Sport. Der Umsatz mit Schuhen stieg um 1 %. Das Schuhangebot sorgte für starkes zweistelliges Wachstum in mehreren Performance-Kategorien, insbesondere Running und Training. Auch in vielen Lifestyle-Schuhfamilien gab es starkes Wachstum. Ansonsten blieb das Unternehmen in Bezug auf seinen übergreifenden Sell-in-Ansatz diszipliniert und konzentrierte sich darauf, den Verkauf seiner Lifestyle-Schuhe zum vollen Preis in einem von hohen verkaufsfördernden Aktivitäten geprägten Marktumfeld umsichtig zu steuern.
Der währungsbereinigte Umsatz im D2C-Vertriebskanal stieg im zweiten Quartal um 25 %, getrieben durch den sehr starken Produktdurchverkauf, der die außergewöhnlich hohe Verbrauchernachfrage weltweit widerspiegelt. Im E-Commerce legte der Umsatz um 27 % zu, und der eigene Einzelhandel verzeichnete einen Anstieg um 23 %, mit sehr starkem zweistelligem Wachstum in allen Store-Formaten. Ein anhaltender Fokus auf Verkäufe zum vollen Preis unterstützte die positive Entwicklung der Bruttomarge im D2C-Geschäft weiter. Der Umsatz im Großhandel stieg um 6 %, da Adidas, insbesondere in Europa, angesichts des unsicheren Konsumklimas und verstärkter Rabattaktivitäten im Markt seinen konservativen Ansatz zum Sell-in weiterverfolgte.
Nach Regionen waren die Wachstumstreiber Nordamerika (+17 %), Lateinamerika (+28 %), Japan/Südkorea (+18 %) und China (+15 %). In Emerging Markets erhöhte sich der Umsatz um 12 %, trotz Rückgängen in mehreren Ländern des Nahen Ostens. In Europa verzeichnete Adidas einen Umsatzzuwachs von 6 %.