Die Bundestagswahl ist bewältigt und wie auch immer man zu den Ergebnissen steht, werden sich viele Deutsche vor allem eines gedacht haben: „Endlich.“ Dass sich der kurzfristige Wahlkampf auf große Teile des Landes, der Wirtschaft sowie der Gesellschaft ausgewirkt hat, lässt sich nicht leugnen. Und auch ohne die dadurch entstandene Unsicherheit steht es aktuell alles andere als gut um die Wirtschaft: Die Konsumstimmung verharrt im negativen Bereich, das Geschäftsklima bleibt pessimistisch und der Anstieg der Regelinsolvenzen zweistellig. Ob die künftige Regierung etwas daran zu ändern vermag, steht in den Sternen, allerdings kehrt mit der Auszählung der Wahl eine gewisse Ernüchterung ein. Bis zur Regierungsbildung wird es dauern, ganz zu schweigen von den ersten Handlungen und Gesetzesentwürfen. Soll heißen: Der Fokus rückt wieder langsam weg vom Bundestag, hin zum individuellen Handlungsraum.
Und um sich von der Apathie des Wahlgeschehens loszulösen, haben wir Ihnen in dieser Ausgabe einige Beispiele mitgebracht, die zeigen, wie die Branche die Dinge selbst in die Hand nimmt. Vergangene Woche, noch vor der Wahl, fand so etwa der Trend Day statt. Bei guter Stimmung und bestem Wetter versammelten sich in Mönchengladbach ausgewählte Aussteller des mittleren bis gehobenen Segments und boten Händlern Einblicke in ihre Kollektionen. „Der Wunsch, ein solches Event zu organisieren, ist schon seit längerem an uns herangetragen worden“, sagt Rexor-Geschäftsführer Niek Jansen. Ein weiteres praxisbezogenes Beispiel ist das ANWR-Jobportal Easy@Jobs. Um Personalmangel entgegenzuwirken, startete die ANWR die Plattform, mit der Unternehmen effektiver nach Arbeitskräften suchen können. Maximilian Krien, Leiter der Business Unit Retail und federführend für das Portal, sagt dazu: „Wir sind sicher, damit dem Handel eine wirkliche Unterstützung zu bieten.“ Und auf diese lösungsorienterte Hands-On-Mentalität kommt es in diesem Moment an.