Für die deutsche Wirtschaft bleibt das Jahr 2024 herausfordernd. Erst 2025 könne es langsam wieder bergauf gehen – so das Ifo Institut, das deshalb die Prognose für beide Jahre anpasst. Für das Jahr 2024 wurden die Wachstumserwartungen von 0,7% auf 0,2% verringert, nachdem diese bereits im Januar von 0,9% gekürzt wurden. „Die Konsum-Zurückhaltung, die hohen Zinsen und Preissteigerungen, die Sparbeschlüsse der Regierung und die schwache Weltkonjunktur dämpfen derzeit die Konjunktur in Deutschland und führen erneut zu einer Winterrezession“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Mit dem allmählichen Wegfall der Belastungen bei Zinsen und Preisen und den Auswirkungen der höheren Kaufkraft für die Verbraucher wird sich die Wirtschaftsleistung zur Jahresmitte beschleunigen.“
Im Jahr 2024 soll außerdem die Zahl der Beschäftigten von 45,9 Mio. 46,1 Mio. Menschen steigen, während die Preise nur noch eine Erhöhung um 2,3% sehen werden (entgegen 5,9% im vergangenen Jahr).
Für 2025 ist das Institut deutlich optimistischer: Die Wirtschaftsprognose wurde von 1,3% auf 1,5% erhöht. Man gehe von einer Rekordzahl an Beschäftigten von 46,2 Mio. Menschen aus sowie von einer Inflationsrate von 1,6%.