Rund jedes fünfte Unternehmen (20%) in Deutschland nutzt Technologien, die auf künstliche Intelligenzen (KI) basieren. Das geht aus einer Studie des Statistischen Bundesamts hervor, das hierfür rechtliche Einheiten mit mindestens zehn Beschäftigten befragte. Dabei konnte die Zahl der KI-Nutzungen innerhalb eines Jahres stark gesteigert werden: 2023 nutzte nur etwa jedes achte Unternehmen (12%) künstliche Intelligenzen.
Die Auswertung zeigt: Die Nutzung von KI findet bei größeren Unternehmen ab 250 Beschäftigten deutlich häufiger statt als bei mittleren und kleinen Unternehmen. So nutzt 48% der Großunternehmen künstliche Intelligenzen, aber nur 28% der mittleren Unternehmen mit 50 Beschäftigten und 17% der kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten. Ein Wachstum lässt sich jedoch über alle Unternehmensgrößen hinweg beobachten. Als Hauptgrund für die Nichtnutzung wurde primär das fehlende Wissen (71%) angegeben, gefolgt von Unklarheiten über die rechtlichen Folgen (58%) und Bedenken hinsichtlich der Wahrung des Datenschutzes und der Privatsphäre (53%). Rund 21% der Unternehmen schätzen die Nutzung von künstlichen Intelligenzen als nicht sinnvoll ein.
Die Nutzung findet derweil am häufigsten in der Analyse statt: 48% der Unternehmen setzen die Technologien zur Analyse von Schriftsprache ein (48%), zur Spracherkennung (47%) oder zur Erzeugung natürlicher Sprache (34%). Diese Funktionen finden vorrangig in den Bereichen Marketing und Vertrieb Verwendung, aber auch bei Produktions- und Dienstleistungsprozesse (25%), der Organisation von Unternehmensverwaltungsprozesse oder das Management (24%) sowie für Buchführung, Controlling oder Finanzverwaltung (24%).