Lanxess: Biozide im Leder unbedenklich für Verbraucher
„Messwerte unterhalb der Nachweisgrenze“
- 25.10.2023
- Petra Steinke
- 2 Minuten
„Messwerte unterhalb der Nachweisgrenze“
Um einen breiten Anwendungsbereich abzubilden, wurden im Rahmen der Studie verschiedene Lederarten hergestellt und getestet: Autoleder, Schuhoberleder, Bekleidungsleder und Möbelleder. Die Muster wurden mit den Fungiziden OPP, CMK, OIT und TCMTB behandelt, die bei der Lederherstellung am häufigsten verwendet werden. Sie verhindern das Wachstum von Schimmelpilzen in Lederzwischenprodukten und hemmen dadurch die Zersetzung der Lederzwischenprodukte und spielen damit eine wichtige Rolle für die Qualität des Leders.
Alle vier Fungizide erzielten laut Lanxess im Test bei allen Lederarten die erwarteten Ergebnisse: Eine Migration von Biozid- Rückständen war nicht nachweisbar. Somit bestehe beim Tragen und beim Kontakt mit Lederprodukten kein Risiko für Endverbraucher.
Bei der Lederherstellung spielen Biozide eine wichtige Rolle, weil sie Lederzwischenprodukte wie Wet Blue oder Wet White vor mikrobiellem Wachstum, Fäulnis und Verderb schützen. Während der Produktion und Lagerung sorgen ihre antimikrobiellen Eigenschaften für eine wirkungsvolle Konservierung der Lederzwischenprodukte. Trotz einer gründlichen Verarbeitung und Behandlung können die fertigen Lederprodukte Rückstände von Bioziden enthalten. Das könnte laut Lanxess Bedenken hinsichtlich möglicher Risiken für Verbraucher wecken, die Lederartikel wie Schuhe, Taschen und Kleidungsstücke tragen und somit direkten Hautkontakt haben. „Unsere aktuelle Migrationsstudie ist daher von entscheidender Bedeutung, um Erkenntnisse über die Migration von Bioziden aus Lederprodukten zu gewinnen. Die Untersuchungen simulierten die Bedingungen, denen Lederprodukte während ihres Lebenszyklus ausgesetzt sein können“, sagt Andreas Weckmann, Technical Application Manager Leather bei Lanxess. Bei dem Migrationstest wurde untersucht, ob die vier Biozide in ein mit künstlicher Schweißlösung getränktes Baumwollgewebe migriert sind. Alle Messwerte lagen unterhalb der Nachweisgrenze. „Dass es keine nachweisbaren Biozidrückstände in den mit Schweißlösung getränkten Baumwollgeweben gab, bedeutet für den Verbraucher einen zusätzlichen Grad an Sicherheit. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass die ungewollten Biozidrückstände aus der unvermeidbaren Konservierung im Lederherstellungsprozess nicht aus dem fertigen Lederartikel migrieren“, betont Weckmann.
Lanxess ist Hersteller von Bioziden und biozidhaltigen Formulierungen. Zum Produktportfolio gehören die Konservierungsmittel OPP und CMK. Beide sind laut dem Unternehmen als sichere Biozide bekannt und werden daher für ein breites Spektrum von Anwendungen eingesetzt. Die phenolischen Wirkstoffe sind in niedrigen Konzentrationen in biologischen Kläranlagen und in der aquatischen Umwelt abbaubar.
Headerfoto: Der Unternehmenssitz des Spezialchemieherstellers Lanxess in Köln (Foto: Lanxess)
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