Shein hat im zweiten Quartal 2026 einen bereinigten Nettogewinn von 228 Mio. US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 67 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Nettogewinnmarge sank von 6,2 auf 2,1 %. Als Gründe nennt der Online-Händler unter anderem höhere Kerosin- und Frachtkosten infolge der Konflikte im Nahen Osten.
Der Umsatz stieg insgesamt um 0,9 % auf 11,08 Mrd. US-Dollar. Wachstum in Lateinamerika konnte die Rückgänge in den wichtigsten Märkten des Unternehmens ausgleichen. In Europa ging der Umsatz um 13,9 % auf 3,77 Mrd. US-Dollar zurück, in den USA sank er um 6 % auf 2,5 Mrd. US-Dollar. Im Vorfeld der zum 1. Juli eingeführten EU-Gebühr von 3 Euro auf niedrigpreisige E-Commerce-Pakete hatte Shein die Preise erhöht und seine Online-Werbung reduziert.
Die regionale Umsatzentwicklung auf einen Blick:
Europa: Rückgang um 13,9 % auf 3,77 Mrd. US-Dollar
USA: Minus von 6 % auf 2,5 Mrd. US-Dollar
Gesamtumsatz: Plus von 0,9 % auf 11,08 Mrd. US-Dollar
Die Fulfillment-Kosten sind nach Unternehmensangaben um 18,1 % gestiegen. Seit dem Börsendebüt in Hongkong am 1. September ist der Aktienkurs von Shein um 27,3 % gegenüber dem Ausgabepreis von 48,56 Hongkong-Dollar gesunken.
Shein will künftig mehr Warenbestände in Europa vorhalten. Dafür investiert das Unternehmen unter anderem in Lagerflächen in Polen. Zudem plant CEO und Chairman Yangtian Xu, verstärkt höherpreisige Bekleidung anzubieten, um die Profitabilität zu verbessern. Auch der Ausbau des Markenportfolios, einschließlich möglicher Übernahmen, gehört zur Strategie.