Supremo betont, größte Kontinuität in der Zusammenarbeit mit dem Fachhandel und in der Kollektionsgestaltung zu gewährleisten. Laut schuhkurier-Informationen soll Lurchi nicht als Eigenmarke von Deichmann positioniert werden. Einen ähnlichen Ansatz gab es mit der Young Fashion-Marke Buffalo. Das 1979 von Michael Conradi gegründete Brand wurde 2016 von der Deichmann-Gruppe erworben. Das Essener Unternehmen erklärte seinerzeit: „Ziel ist es, die Marke und das Unternehmen als selbstständige Einheit zu erhalten. Das bedeutet, dass sowohl die Filialen als auch das Lizenzgeschäft und der Großhandel weitergeführt werden. Die Marke Buffalo wird nicht als Eigenmarke von Deichmann geführt und erhält dort auch keinen gesonderten Vertriebskanal oder gesonderte Preisstellung.“ Im Deichmann-Onlineshop werden keine Buffalo-Schuhe angeboten, beim Store-Check in Düsseldorf findet sich die Marke ebenfalls nicht.
Gleichwohl hat der Essener Filialist sein Markenportfolio in den zurückliegenden Jahrzehnten Zug um Zug ausgebaut. Wer heute ein Deichmann-Geschäft betritt, muss nicht zwingend zu Eigenmarken wie Graceland, Victory oder Fifth Avenue greifen. Im Gegenteil. Stichprobe in Düsseldorf: Schon im Eingangsbereich werden prominent Marken wie Skechers, Adidas, Asics, Nike und New Balance mit Damenschuhen präsentiert. O’Neill, Puma, Airwalk und Jack Wolfskin reihen sich ein, ebenso Crocs. Wer tiefer in den Laden hineingeht, entdeckt außerdem Fila, Bench, Esprit, Kappa und weitere Brands sowie die typischen Deichmann-Eigenmarken. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Herrenschuhbereich. Auch in der Kinderabteilung fallen die Sportmarken Adidas und Nike ins Auge. Prominent ist hier auch die Deichmann-Marke Elefanten zu sehen, ebenso Fila, Esprit und Kangaroos sowie – neben den Eigenmarken – Lizenzthemen wie Frozen, Barbie und Batman. Das Angebot ist konsumig und bewegt sich schwerpunktmäßig zwischen 50 und 80 Euro.