Im Vergleich zu den Vorveranstaltungen ist die Zahl der Aussteller gesunken: Zur Micam 99 im Februar 2025 stellten insgesamt 851 Marken aus 51 Ländern aus, die 100. Ausgabe zählte 870 Marken – darunter 401 italienische Unternehmen.
Im Fokus stehen bei der aktuellen Ausgabe insbesondere die Internationalisierung und die Förderung von Exportaktivitäten. Durch Investitionen in das Incoming-Programm und eine kuratierte Auswahl von Einkäufern habe die Zahl der Hosted Buyer im Vergleich zu früheren Ausgaben verdoppelt werden können, erklären die Veranstalter. Unterstützt wird die Messe dabei vom italienischen Außenministerium (MAECI) und der Außenhandelsagentur ICE. Ziel sei es, konkrete Geschäftskontakte zu ermöglichen und die internationale Reichweite weiter auszubauen.
Auch konzeptionell wurde die Veranstaltung weiterentwickelt. Ein überarbeiteter Hallenplan soll eine zeitgemäße und strukturierte Besucherführung ermöglichen. Im Innovationsbereich „Micam Next Square“ werden Technologien für den Handel präsentiert, darunter KI-basierte Größenempfehlungssysteme, Plattformlösungen zur Integration digitaler Zwillinge und ESG-Daten sowie Anwendungen zur effizienten Erstellung von Produktinhalten. Begleitend sind Seminare und Modenschauen vorgesehen.
Neu ist zudem „M&M – The Hub“ in Kooperation mit Mipel. In diesem Bereich wird die Micam Academy als praxisorientierte Werkstatt umgesetzt. Studierende spezialisierter Schulen entwickeln gemeinsam mit Fachleuten Prototypen, darunter eine limitierte Serie von 100 Paar Schuhen mit einteiligem Schaft, sogenannten Barefoot-Sohlen von Vibram sowie integriertem NFC-Tag als Ansatz für einen digitalen Produktpass. Ergänzt wird das Angebot durch eine Start-up-Fläche mit Unternehmen aus den Bereichen Kreislaufwirtschaft, digitale Produktpässe und technologische Komfortlösungen.
Unter dem Leitthema „Primordial Renaissance“ präsentiert die Micam außerdem einen KI-gestützten Trend Guide, der auf der Analyse umfangreicher Online- und Social-Media-Daten basiert. Identifiziert werden vier Makrotrends für die kommende Saison, die Einkäufern als Orientierung für die Sortimentsplanung dienen sollen.
Ergänzt wird das Messeangebot durch die Initiative „Fashion Link Milano“, die Micam mit weiteren Mailänder Fachmessen vernetzt und damit eine übergreifende Plattform entlang der Mode-Wertschöpfungskette schaffen will. Damit soll internationalen Einkäufern ein gebündelter Überblick über zentrale Segmente der Branche geboten werden.