Unter der Domain Sabu.de geht am 1. August die regionale Suchplattform des Sabu an den Start. „Wir tragen mit der Plattform dem veränderten Informations- und Kaufverhalten der Kunden Rechnung“, erklärte Stephan Krug. „Nur wenn die Händler auch die digitalen Kanäle zur Kundenansprache nutzen, bleiben wir für die Verbraucher relevant“, so der Sabu-Geschäftsführer am Rande der Messe der Verbundgruppe in Heilbronn. Der Fokus von Sabu.de soll auf der Unterstützung des lokalen Handels liegen. So können User nach einer bestimmten Warengruppe oder Marke in der Nähe eines Ortes oder einer Postleitzahl suchen. Anschließend werden ihnen die regionalen Suchergebnisse angezeigt. In weiteren Ausbauschritten ist zudem die Integration einer Click & Reserve-Funktion und später einer vollumfänglichen E-Commerce-Lösung vorgesehen.
Investitionen in Warenwirtschaft notwendig
In den kommenden Monaten sollen so viele Sabu-Mitglieder wie möglich für eine Teilnahme gewonnen werden. Dabei sei der Aufwand so gering wie möglich gehalten worden, so Krug. Grundvorsetzung sei jedoch ein modernes Warenwirtschaftssystem, über das Informationen zum Bestand und Preis bereit gestellt werden. Nach Angaben des Geschäftsführers verfügen aktuell noch mehr als die Hälfte der Mitglieder über ein altes System. „In den vergangenen Monaten hat allerdings bereits ein Prozess des Um- und Aufrüstens eingesetzt. Viele Händler erkennen die Notwendigkeit, ihre Warenwirtschaft umzustellen.“ Dies gelte im Übrigen auch für die Industrie. So findet laut Stephan Krug auch hier eine Weiterentwicklung statt. Um an Sabu.de teilnehmen zu können, müssen Lieferanten einen kompletten Artikelstammdatensatz sowie professionelles Bildmaterial liefern.
ZR-Umsatz sinkt
Im vergangenen Jahr ist der Zentralregulierungsumsatz des Sabu um 3,0% gesunken – von 330 Mio. Euro ging es auf 320 Mio. Euro. Nach Angaben von Stephan Krug sei dies auf den vorsichtigen Einkauf für Herbst/Winter 2016 zurückzuführen. Per Ende Januar 2017 seien die Winterläger jedoch gut geleert, so dass eine entsprechend gute Order für H/W 2017/18 zu erwarten sei. Der Sabu geht für das laufende Geschäftsjahr von einer stabilen Entwicklung der ZR-Umsätze aus. Die Umsätze der Sabu-Händler sind 2016 um 1,27% gesunken. „Mit diesem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein“, so Stephan Krug. Die vergangenen Monate seien sehr anstregend gewesen – „und daran wird sich auch in der Zukunft nichts ändern“.