Das Bruttowarenvolumen (GMV) des internationalen C2C-Secondhand-Marktplatzes stieg im Vergleich zum Vorjahr um 47 % auf 10,8 Mrd. Euro. Der Umsatz legte um 38 % auf 1,1 Mrd. Euro zu. Der Nettogewinn belief sich auf 62 Mio. Euro und lag damit unter dem Vorjahreswert von 77 Mio. Euro.
Als Gründe für den rückläufigen Gewinn nennt das Unternehmen höhere Investitionen in den Ausbau des Deutschland-Geschäfts, die Erweiterung zusätzlicher Marktplatzkategorien sowie den Ausbau der konzerneigenen Logistik- und Zahlungsinfrastruktur. Das bereinigte EBITDA sank um 5 % auf 151 Mio. Euro. Der Free Cashflow stieg hingegen um 36 % auf 137 Mio. Euro.
Im operativen Geschäft setzte Vinted 2025 auf mehrere Schwerpunkte. Im Kernsegment Fashion entwickelten sich insbesondere Damen- und Kinderbekleidung positiv. Zugleich weitete das Unternehmen sein Angebot auf weitere Konsumgüterkategorien aus, darunter Sportartikel und Sammlerstücke. Zudem meldet Vinted Fortschritte auf dem deutschen Markt, in den das Unternehmen nach eigenen Angaben gezielt investiert hat.
Auch geografisch baute Vinted seine Präsenz weiter aus und startete 2025 in Lettland, Estland und Slowenien. Parallel stärkte die Gruppe ihre Infrastruktur in den Bereichen Versand und Bezahlung. Nutzerinnen und Nutzer haben inzwischen Zugriff auf mehr als 500.000 Abhol- und Abgabestellen in Europa. Der hauseigene Zustelldienst Vinted Go wurde auf Spanien und Portugal ausgeweitet und betreibt inzwischen Aktivitäten in fünf Märkten. Zudem führte Vinted Pay eine eigene Wallet-Lösung ein.
Vinted sieht in der Kosteneffizienz einen zentralen Hebel für weiteres Wachstum. Niedrigere Transaktionskosten sollen den Handel mit günstiger bepreisten Produkten attraktiver machen und so den Secondhand-Markt insgesamt vergrößern. Das Unternehmen will damit seine Position im europäischen Wiederverkaufsmarkt weiter ausbauen.
CEO Thomas Plantenga betont: „Damit Secondhand weltweit zur ersten Wahl wird, wissen wir, was wir tun müssen: Wir müssen die kosteneffizientesten, die verlässlichsten und die am einfachsten zu nutzenden sein.“ Dafür müsse ein Ökosystem für den C2C-Secondhand-Handel aufgebaut werden, „das für die Mitglieder bei möglichst geringen Kosten den größtmöglichen Mehrwert schafft. Wir tun das, indem wir in Technologie investieren, um langfristig skalierbare Wirkung zu erzielen.“