Bisher verkauften die chinesischen Billigmode-Plattformen Shein, Temu und Alibaba lediglich No-Name-Produkte. Wegen der Ultra-fast-Fashion-Praktiken stehen diese Unternehmen mit ihren umwelt- und gesundheitsgefährdenden Produkten in der Kritik. Nun zeigt sich beim Online-Verkäufer Shein eine weitere Problematik: Produkte von Shein und Adidas haben ihren Weg in die digitalen Regale gefunden, jedoch ohne, dass die Marken dies genehmigt hätten.
Beide Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach bewerten den Verkauf als unzulässig, beschreibt die Wirtschaftswoche. Puma würde demnach sogar rechtliche Schritte gegen Shein prüfen.
„Adidas verkauft selbst keine Produkte auf der Plattform und erlaubt auch nicht den Weiterverkauf von Produkten auf der Plattform“, teilt ein Sprecher des Unternehmens dem Nachrichtenmedium mit. Schuhe der Marke, die im Onlineshop für 120 Euro über die digitale Theke gehen, verkauft Shein unter falschem Namen für rund 62 Euro.
Produkte von Puma findet man dagegen noch nicht im deutschen Shein-Store; wird jedoch der europäische Shop bedient, finden sich auch hier Schuhe des Unternehmens. Gegenüber der Wirtschaftswoche antwortete eine Puma-Sprecherin: „Wir sind bereits gegen unzulässige Angebote, wie beispielsweise Fälschungen oder nicht autorisierte Parallelimporte, auf Shein vorgegangen. In diesen Fällen haben wir Maßnahmen ergriffen, um den Verkauf zu unterbinden. Sollten Marktplätze oder Plattformen nicht kooperieren und unzulässige Angebote freiwillig entfernen, behalten wir uns das Recht vor, weitere rechtliche Schritte einzuleiten.“