Der Sportartikelanbieter Puma hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Erlöse sanken währungsbereinigt um 9,4% auf 1,69 Mrd. Euro. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen laufende Reset-Maßnahmen sowie eine schwächere Konsumentennachfrage in wichtigen Märkten.
Besonders deutlich fiel der Rückgang im Großhandelsgeschäft aus, das währungsbereinigt um 14,0% nachgab. Hier wirkte sich unter anderem die gezielte Reduzierung von Geschäftsbeziehungen mit weniger profitablen Vertriebskanälen aus. Das Direct-to-Consumer-Geschäft entwickelte sich dagegen leicht positiv (+0,4%) und erreichte einen Anteil von 35,2% am Gesamtumsatz.
Auch regional zeigte sich ein heterogenes Bild: Während die Umsätze in EMEA (-12,9%) und Amerika (-15,4%) deutlich zurückgingen, konnte die Region Asien/Pazifik um 8,6% zulegen – getragen von einer starken Nachfrage nach Low-Profile-Modellen wie der Speedcat-Familie.
Im Segment Schuhe, dem wichtigsten Bereich für den Fachhandel, sanken die Umsätze währungsbereinigt um 11,7% auf 935,6 Mio. Euro. Rückgänge in den Bereichen Core und Kids konnten dabei nur teilweise durch Wachstum bei Running- und Training-Produkten kompensiert werden.
Trotz der Umsatzentwicklung verbesserte sich die Profitabilität in Teilen: Die Rohertragsmarge stieg um 180 Basispunkte auf 48,0%. Das EBIT lag bei -53,1 Mio. Euro und damit deutlich über dem Vorjahreswert von -109,1 Mio. Euro.
Positiv entwickelte sich insbesondere der freie Cashflow, der auf 328,8 Mio. Euro anstieg (Vorjahr: 94,9 Mio. Euro). Treiber waren ein verbessertes Working Capital Management sowie geringere Investitionen. Parallel reduzierte Puma seine Vorräte um 15,3% auf 1,82 Mrd. Euro.
CEO Arthur Höld betont die Fortschritte im Transformationsprozess: „Im zweiten Quartal haben wir den Umbau von Puma zu einem markenorientierten Unternehmen fortgesetzt.“ Gleichzeitig verweist er auf Produkterfolge und steigende Sichtbarkeit im Sport: „Nach einem soliden ersten Quartal und einem erwartungsgemäß schwächeren zweiten Quartal rechnen wir mit einer schrittweisen Verbesserung der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte 2026.“
Für das Gesamtjahr bestätigt Puma seine Prognose. Erwartet wird weiterhin ein währungsbereinigter Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sowie ein EBIT zwischen -50 Mio. und -150 Mio. Euro. Langfristig setzt das Unternehmen laut eigenen Angaben auf seine strategischen Maßnahmen, um ab 2027 wieder nachhaltiges Wachstum zu erreichen.