Wie die Stadt mitteilte, wird das rund 15 Hektar große Grundstück, das für das Projekt vorgesehen war, von der Stadt zurückgekauft. Hintergrund ist eine interne strategische Neubewertung des Vorhabens durch das Unternehmen.
Snipes hatte das Projekt im Februar 2023 als „größte jemals getätigte Logistikinvestition“ in der Unternehmensgeschichte angekündigt. Geplant war, von Bedburg aus künftig sämtliche europäischen Filialen zu beliefern und das wachsende Onlinegeschäft zu steuern. Der Neubau sollte das bestehende Logistikzentrum in Wesseling ergänzen und rund 600 neue Arbeitsplätze schaffen.
Nach Unternehmensangaben habe eine erneute Wirtschaftlichkeitsprüfung jedoch ergeben, dass es eine „attraktivere Lösung“ gebe. Welche Alternativen verfolgt werden, will Snipes zeitnah bekanntgeben. Die Stadt Bedburg hat die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen beendet und verhandelt derzeit die Rückabwicklung des Grundstücksgeschäfts gemeinsam mit den Partnerkommunen Elsdorf und Bergheim, die das Gewerbegebiet gemeinsam mit Bedburg entwickelt haben.
Bürgermeister Sascha Solbach zeigte sich zuversichtlich, die Fläche bald neu vergeben zu können. Nach der geplanten Ansiedlung von Microsoft in dem Gewerbegebiet gebe es bereits mehrere Interessenten, unter anderem aus der Data-Center-Branche.