Kickz betreibt unter anderem Stores in 1A-Lagen in München, Stuttgart und Köln. Der Umsatz lag 2015 bei rund 41 Mio. Euro. „Unter der Federführung von Kickz.com könnten wir unter anderem eine eigene Basketballwelt mit einem kuratierten Basketball Sortiment im Zalando Fashion Store aufbauen und gemeinsam mit dem bestehenden Kickz Geschäften die erste Anlaufstelle für Basketball in Europa werden“, heißt es im Blog von Zalando. Als Experte für Basketball und Lifestyle habe Kickz einerseits Zugang zu exklusiven Produkten, und andererseits starke, authentische Inhalte. Kickz launche monatlich Produkte, für die Sneakerfans zum Teil vor den Stores campen. Darüber hinaus heißt es in dem Posting: „Mit Kickz können wir zudem konkrete Offline-Erlebnisse testen.“
Ist die Übernahme, die noch unter Vorbehalt der der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Österreich steht, der Ausgangspunkt für den Aufbau eines eigenen Filialnetzes von Zalando? Der Süddeutschen Zeitung sagte David Schneider, Gründer und Vorstand von des E-Commerce-Unternehmens, die Geschäfte könnten für schnellere Zustellung und zur Entgegennahme von Retouren, persönliche Beratungsgespräche oder lokale Events genutzt werden. „Kickz ist ein extrem spannendes Experimentierfeld, das Raum für Tests mit Spezialisten innerhalb unserer Plattform bietet“, so Schneider. Allerdings sagt er auch: „Unser Ziel ist es nicht, neue Offline-Konzepte zu schaffen, sondern bestehende Offline-Konzepte zu nutzen.“
„Mit Zalando haben wir einen starken Partner mit Rückgrat und Vision gewonnen“, kommentierte Kickz-Gründer Christian Grosse den Deal. „Ich freue mich auf das, was vor uns liegt und bin überzeugt, dass wir gemeinsam mit Zalando das beste Omnichannel-Einkaufserlebnis für alle Basketball- und Sneakerfans in Europa aufbauen können.“