Für 2026 steht eine Konsolidierung im Vordergrund. „Nach starkem Wachstum folgt die Vertiefung“, sagt Head of Product Friederike Salzmann. Das Sortiment werde gezielt um Lifestyle-Artikel und neue Materialkombinationen ergänzt, während die hochwertige Lederkompetenz der Marke unverändert im Mittelpunkt bleibt.
Kollaborationen sollen weiterhin neue Zielgruppen erschließen, nach dem Vorbild der SK-Gaming-Kooperation. Der Verkauf soll ausgewogen zwischen Fachhandel und Direktgeschäft bleiben, wobei international insbesondere der D2C-Kanal ausgebaut werde. In der Schweiz stieg der Online-Umsatz 2025 um 60 %. Mittelfristig soll der D2C-Anteil 50 % erreichen, ohne den Fachhandel zu verdrängen. „Wenn das Produkt stimmt, wird gekauft – online wie offline“, betont Christiane Brunk.
2026 werde das neue ERP-System vollständig integriert sein, sodass alle Prozesse – von der Produktion bis zum Vertrieb – digital abgebildet werden. „Das ist unsere größte Aufgabe“, erklärt Wagner. Anschließend werde ein B2B-Partnerportal starten, das Echtzeitdaten und Marketingmaterial für Händler bereitstellt. Das ERP-System sei auch ein Baustein, um gezielt europäische Auslandsmärkte aufzubauen, teilt Braun Büffel auf Nachfrage von schuhkurier mit. Aktuell erziele Braun Büffel 80 % des Umsatzes in Deutschland und 20 % im Ausland – Tendenz steigend.
Braun Büffel setzt auf „Slow Luxury“: wenige, hochwertige Stücke mit zeitlosem Design. Qualität statt schneller Trends, mit Fokus auf Langlebigkeit und Reparaturservice. „Nachhaltigkeit und Leder – das klingt wie ein Widerspruch. Für uns bedeutet Qualität zeitloses Design, präzises Handwerk und Verantwortung für Mensch und Natur“, erklärt Salzmann.
Ab 2026 wird das Unternehmen Mitglied im Wirtschaftsrat der CDU, um sich auch in diesem Bereich aktiv in die Gestaltung der Politik in Deutschland einzubringen. Christiane Brunk wird sich dabei im Beirat Familienunternehmen engagieren.