Leichtgewichtig und performant, ist Mesh das Obermaterial der Wahl, wenn es um Laufschuhe geht. Bei manchen Menschen kann das Material jedoch auch Frust erzeugen, weil die oft teuren Schuhe vorne am großen Zeh mysteriöserweise immer wieder zu schnell Löcher bekommen, wie Günter Klein von der Agentur Sourceplan weiß: „Häufig liegt die Ursache für Löcher in der Zehenbox von Schuhen darin, dass sich beim Abrollen des Fußes der große Zeh anhebt und bei jedem Schritt Reibung am Mesh-Oberstoff des Schuhinnenraums verursacht. Diese ständige Reibung führt letztendlich zu einem Loch im Mesh-Material.“ Studien hätten gezeigt, dass 15 bis 20% der Menschen von dieser Fehlstellung betroffen sind. Viele Menschen seien sich dessen nicht bewusst und machten stattdessen die Qualität ihrer Schuhe, lange Zehennägel oder die falsche Schuhgröße für die entstandenen Löcher in den Schuhen verantwortlich, so Sourceplan. Und so wird ein Laufschuh, dessen Dämpfung eigentlich für rund 1.000 km Laufleistung konzipiert wurde, schweren Herzens nach 100 oder 200 km nicht mehr getragen. „Ich rechne den Leuten dann vor, dass ein Laufschuh, der 150 Euro kostet, auf seine gesamte Lebensdauer gerechnet etwa 15 Cent pro Kilometer kostet, wenn man ihn trägt, bis er wirklich kaputt ist“, erklärt Klein. „Kann er schon nach 200 Kilometern nicht mehr getragen werden, betragen die Kosten 75 Cent pro Kilometer.“ Sourceplan vertreibt in Deutschland das Produkt Big Toe Preventer des britischen Unternehmens Trainer Armour, der die Langlebigkeit der Schuhe für die Betroffenen vervielfachen kann. Während es zum Flicken von Fersenlöchern viele Produkte gibt, unter anderem auch von Trainer Armour, braucht es für den Zeh eine Lösung, um die Stelle tief in der Zehenbox überhaupt zu erreichen und den Patch an die richtige Stelle zu kleben. In einem patentierten System wird der Big Toe Preventer, der laut Hersteller noch einmal dünner und klebekräftiger ist als die Fersenloch-Lösung, mit einer Schablone verkauft. Diese muss auf die eigene Schuhgröße geschnitten werden und wie eine Einlegesohle in den Schuh gelegt werden, dann kann der Patch automatisch an die richtige Stelle geklebt werden.