Der Hamburger Zoll hat Mitte Februar in Hamburg 9.220 Paar gefälschte Sportschuhe sichergestellt. Während die Beamten noch mit der Durchsuchung eines Lagers beschäftigt waren, wurde ein neuer Container angeliefert. Auch diesen nahmen die Zöllner in Augenschein. Hinter einer Tarnladung von No-Name-Schuhen kamen mehr als 9.000 Paar gefälschte Sportschuhe der Schuhmarken Adidas und Nike zum Vorschein.
„Die Bekämpfung der Produktpiraterie ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Den international agierenden und hochprofessionellen Banden haben wir den Kampf angesagt“, so René Matschke, Leiter des Zollfahndungsamts Hamburg.
Es wird aktuell gegen vier Beschuldigte durch die Zollfahndung ermittelt. Bereits im April 2016 sollen sie 46.000 Paar gefälschte Nike-Schuhe importiert haben. Dazu Matschke weiter: „Mehr als 55.000 Paar gefälschte Sportschuhe haben wir aus dem Verkehr gezogen und damit den Tätern einen erheblichen Schlag versetzt.“
Neben den drei Firmen wurden auch zwei Wohnungen der Beschuldigten durchsucht. Es wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, teilt der Zoll Hamburg mit.
An den Durchsuchungen waren mehr als 30 Beamte beteiligt. Die Ermittlungen dauern noch an.