Mit dem 1. Halbjahr 2013 könne die deutsche Schuhindustrie nicht ganz zufrieden sein. Mit 1,17 Mrd. Euro lag der Umsatz um 2,7% unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Erfreulich sei jedoch die leichte Umsatzsteigerung im Auslandsgeschäft. Vor allem auf den wichtigen europäischen Märkten zeichne sich eine Erholung ab.
Mit Blick auf den Handel in Deutschland wies Ralph Rieker auf die wachsende Bedeutung des E-Commerce hin. „Bereits jedes 10. Paar Schuhe wird online verkauft. Noch vor wenigen Jahren belächelt, wächst E-Commerce mit Schuhen zweistellig in einem sonst stagnierenden Markt“, so Rieker. Laut einer Studie, die der HDS/L in Auftrag gegeben hat, wollen viele Hersteller das Thema E-Commerce künftig aktiver angehen, indem sie selbst präsenter werden und darüber hinaus klare Regeln für den Handel im Internet aufstellen, etwa über selektive Vertriebskonzepte. Dabei nutzen die Hersteller zudem ihre eigenen Absatzpotenziale bei Weitem noch nicht aus.
Für den weiteren Verlauf des Jahres 2013 ist die Stimmung unter den Lieferanten von einer „professionellen Zuversicht“ geprägt. Allerdings sanken die Umsätze im Inland in den vergangenen Monaten tendenziell und unterlägen deutlichen Schwankungen. „Zusammenfassend gehen wir nicht davon aus, dass das Umsatzniveau im Gesamtjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr gehalten werden kann, da derzeit die dafür notwendige Umsatzerholung nicht konkret absehbar ist“, sagte Ralph Rieker.