Lieferkettengesetz

AVE fordert konstruktive Lösung beim Lieferkettengesetz

Dr. Matthias Händle
Dr. Matthias Händle

Die Ankündigung von Bundesminister Hubertus Heil und Bundesminister Gerd Müller, ein nationales Lieferkettengesetz auszuarbeiten, wird von der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) kritisch bewertet.

„Die Gestaltung verantwortungsvoller Lieferketten ist für AVE-Mitglieder seit Jahren ein zentrales Thema“, betont Matthias Händle, Präsident des AVE. „Ein nationaler Alleingang, der nur deutsche Unternehmen in die Pflicht nimmt, ist wettbewerbsverzerrend und das völlig falsche Signal.“

Die AVE spricht sich für eine gesamteuropäische oder gar globale Lösung aus. Eine nationale Regulierung mache nur dann Sinn, wenn sie für alle Marktteilnehmer, die auf dem deutschen Markt tätig sind, anwendbar sei. Zudem warnt die AVE vor zusätzlichem bürokratischen Aufwand und rechtlichen und finanziellen Risiken. „Kein Unternehmen darf für das Verhalten unabhängiger Dritter im Ausland in formale Haftung genommen werden. Dies widerspricht sogar den Regeln von UN und OECD.“ so Händle.

Man wolle sich bei der Ausgestaltung der Regelung konstruktiv miteinbringen, um eine Praktikabilität für die Unternehmen zu gewährleisten, so Händle weiter.

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Laura Klesper / 20.07.2020 - 09:46 Uhr

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