Birkenstock-Großaktionär L Catterton hat den Kurssprung der Birkenstock-Aktie für den Verkauf eines großen Aktienpakets genutzt. Die Beteiligungsgesellschaft, hinter der der französische Milliardär Bernard Arnault (77) und der Luxuskonzern LVMH stehen, verkaufte in der Nacht zum Freitag 25,52 Mio. Aktien des deutschen Schuherstellers für eine Milliarde US-Dollar.
Platziert wurden die Papiere von der Investmentbank JP Morgan zum Preis von je 39,35 US-Dollar bei institutionellen Anlegern. Das entspricht einem Abschlag von 4 % auf den Schlusskurs an der New Yorker Börse am Donnerstag. Die Hälfte der Aktien kaufte Birkenstock selbst, um sie einzuziehen.
Damit zieht sich L Catterton fünf Jahre nach dem Einstieg bei Birkenstock auf eine Minderheitsbeteiligung zurück. Nach LSEG-Daten hielt der Investor zuletzt noch 54 % der Anteile, gut ein Viertel davon hat er nun abgegeben. Arnault selbst hält über seine Familienholding Financière Agache weitere 5,6 %.
L Catterton war 2016 aus dem US-Investor Catterton und den Finanzbeteiligungen des französischen Luxuskonzerns LVMH (Louis Vuitton, Moët Hennessy) entstanden. 2021 stieg der Investor bei Birkenstock ein, damals zu einer Bewertung von rund 4 Mrd. Euro. Seit dem Börsengang des Schuhherstellers aus Linz am Rhein im Oktober 2023 hat L Catterton jedes Jahr ein größeres Aktienpaket verkauft: 2024 für 756 Mio. US-Dollar, 2025 für 941 Mio. US-Dollar.
Die Birkenstock-Aktie war am Donnerstag an der New Yorker Börse um 12 % gestiegen. Kurz zuvor hatte das Traditionsunternehmen seine Umsatzprognose aufgrund starker Nachfrage angehoben.