Corona-Krise

Drei Fragen an: Dr. Joachim Stoll

Dr. Joachim Stoll (Foto: Stoll/koffer24.de)
Dr. Joachim Stoll (Foto: Stoll/koffer24.de)

Die Lederwarenbranche in der Corona-Krise: Was bewegt Fachhändler Dr. Joachim Stoll, Geschäftsführer von Leder Stoll in Frankfurt und von Koffer24.de?

Herr Dr. Stoll, die Geschäfte sind seit rund einer Woche geschlossen: Was ist aktuell Ihre „größte Baustelle“?

Es gibt viele Baustellen. Home Office und Kurzarbeit für unsere Mitarbeiter, Liquiditätshilfen, Formulare, täglich wechselnde Vorschriften - und dabei auch den Onlineshop Betrieb noch aufrechthalten.


Was erhoffen bzw. erwarten Sie in der aktuellen Situation von Ihren Lieferanten?

Nicht hektisch werden und am Tag nach der Rechnungsstellung die Zahlungserinnerung senden. Ich vermisse eine proaktive Herangehensweise mit Valuta oder Stornos, wie es im Textilbereich zu sehen ist. Im Lederwarenbereich kenne ich keine vergleichbaren Aktivitäten der Industrie.

 

Aktuell vielleicht schwer vorstellbar: Aber kann die Corona-Krise der Lederwarenbranche irgendeinen positiven Impuls für die „Zeit danach“ liefern?

Wir bekommen einen Strukturwandel im Zeitraffer. Die Überlebenden werden größer und stärker werden. Wie das grüne Pflänzchen im abgebrannten Wald, dass da ganz alleine mit viel Platz aufwächst. Sarkastisch gesehen ist es eine Frage der Sichtweise.

Tobias Kurtz / 26.03.2020 - 11:00 Uhr

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