„Wir entschuldigen uns“

Humanic sorgt mit Rabattaktion für Empörung

Österreich verschärft den Lockdown. Ab dem 17. November muss auch der Einzelhandel schließen. Am Wochenende vor dem Lockdown sorgte Schuhfilialist Humanic mit einer Aktion für einen Shitstorm.

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, hat die Regierung in Österreich drastische Maßnahmen beschlossen. Der „Lockdown light“, der in den vergangenen Wochen galt, wird deutlich verschärft. So müssen in der Alpenrepublik ab dem 17. November auch der Handel seine Geschäfte schließen, ausgenommen sind Geschäfte zur Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Auch alle Schulen werden geschlossen und die geltende abendliche Ausgangsbeschränkung auf den ganzen Tag ausgeweitet.

Im Vorfeld der erneuten Geschäftsschließungen warb der Schuhfilialist Humanic mit einer „50% auf alles“ Aktion. Das hatte zur Folge, das sich vor zahlreichen Geschäften des Unternehmens lange Warteschlangen bildeten. Dies sorgte verbreitet für Kritik, schließlich seien Menschenansammlungen angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens kontraproduktiv.

Auf Facebook entschuldigte sich Humanic am 15. November: „Es gibt nichts schönzureden. Wir entschuldigen uns. Die Kritik schmerzt und sie ist berechtigt! Wir entschuldigen uns für unsere kurzfristige – und wie wir eingestehen müssen kurzsichtige – Aktion am Samstag“, heißt es in einem Post. Man habe die Resonanz auf die Rabattaktion völlig unterschätzt. „Mit einem derartigen Ansturm war auch aufgrund aller uns vorliegenden Erfahrungswerte nicht im Entferntesten zu rechnen. Wir bedauern diesen Fehler zutiefst und möchten uns bei allen, bei denen durch den großen Andrang Irritationen entstanden sind, in aller Form entschuldigen.“

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Helge Neumann / 16.11.2020 - 08:56 Uhr

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