Schuhhersteller aus Großbritannien

Investor übernimmt Mehrheit an Clarks

Lion Rock Capital aus Hongkong übernimmt die Mehrheit an Clarks. Der britische Schuhhersteller erhält im Gegenzug eine Finanzspritze in dreistelliger Millionenhöhe.

Lion Rock Capital und die bisherigen Mehrheitseigentümer, die Familie Clark, haben am 4. November eine Vereinbarung unterzeichnet. Demnach übernimmt Lion Rock die Mehrheit an dem Schuhhersteller, die Familie Clark bleibt weiterhin beteiligt. Der Deal ist Teil eines Investements in Höhe von 100 Mio. Pfund in das Traditionsunternehmen. So soll insbesondere das Wachstum der Marke in Asien und insbesondere China vorangetrieben werden.

„Unsere Investition wird nicht nur die Position von Clarks als eine der weltweit bekanntesten Marken stärken, sondern auch das Wachstum in wichtigen Schwellenmärkten ermöglichen. Wir glauben, dass unsere Investition eine stabile Plattform für das Unternehmen schaffen wird, von der aus es die beispiellose Krise bewältigen, das Geschäft ganzheitlich umstrukturieren und transformieren und das globale Wachstum der Marke in Zukunft weiter vorantreiben kann“, so Daniel Tseung, Gründer und Geschäftsführer von Lion Rock Capital. Irene Pedder, Vorsitzende des Clark Family Shareholder Council, fügte hinzu: „Die Auswirkungen der anhaltenden Covid-19-Krise haben dazu geführt, dass notwendige Schritte unternommen wurden, um die Zukunft der Marke Clarks, des Unternehmens und seiner Mitarbeiter zu sichern. Wir bleiben weiterhin in das langfristige Wachstum von Clarks investiert und werden uns als Aktionäre verpflichtet fühlen, dieses ikonische Unternehmen in sein drittes Jahrhundert zu führen und gleichzeitig die starken Werte und das Markenerbe, für das Clarks bekannt ist, zu schützen.“

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Anteilseigner. Diese sollen im Dezember abstimmen. Zudem steht zuvor die Genehmigung eines Company Voluntary Arrangement (CVA) für das Einzelhandelsportfolio von Clarks in Großbritannien und der Republik Irland aus.  Eine CVA ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen einem in Großbritannien ansässigen Unternehmen und seinen Gläubigern. Im Kern geht es dabei um das Vorhaben von Clarks, künfig Umsatzmieten zu zahlen.

     
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Helge Neumann / 04.11.2020 - 13:45 Uhr

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