Messe in Mailand

Micam bestätigt September-Termin

Impressionen von der 88. Ausgabe der Micam in Mailand. (Foto: Micam)
Impressionen von der 88. Ausgabe der Micam in Mailand. (Foto: Micam)

Vom 20. bis zum 23. September soll die internationale Schuhmesse Micam in Mailand stattfinden. Der Termin wurde jetzt bestätigt. Dies sei, so die Veranstalter, „eine großartige Gelegenheit für den Neustart“.

„Die Micam ist für die Unterstützung eines wichtigen Sektors der italienischen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung“, erklärt der Assocalzaturifici- und Micam-Präsident Siro Badon in einer Mitteilung des Verbandes. Eine Fachmesse sei eine entscheidende Gelegenheit, um für Wachstum im Markt zu sorgen. „Unsere Unternehmen haben sich sofort an die behördlichen Gesundheits- und Sicherheitsvorgaben angepasst, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die gleichen Maßnahmen können angewendet werden, um die Sicherheit für alle Beteiligten während der Messe zu gewährleisten“, so Badon. „Wir müssen unseren Mitgliedsunternehmen eine Perspektive aufzeigen. Ohne Hoffnung am Horizont entsteht ein Gefühl der Machtlosigkeit. Daher ist die Bestätigung des vorgesehenen Micam-Termins die beste Antwort auf alle aktuellen Sorgen und Zweifel im Markt.“


Digitalisierung soll vorangetrieben werden
 

Man habe Schuhhersteller und Händler nach ihren derzeitigen Wünschen und Anforderungen befragt, erklärt Tommaso Cancellara, CEO der Micam und Geschäftsführer des Herstellerverbands Assocalzaturifici. „Deshalb wird die nächste Micam besonders wichtig sein, um ein neues Bewusstsein zu schaffen und auch die Vorschläge aufzugreifen, die wir von den nationalen und internationalen Marktteilnehmern erhalten.“ Die Vorbereitungen seien bereits in vollem Gange.
Man arbeite zudem an einem Abkommen mit einem der größten Anbieter digitaler Services, um den Micam-Ausstellern und -Besuchern neue B2B-Kanäle zu offerieren. Details dazu sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.
 

Erhebung: Hoffnung auf die zweite Jahreshälfte
 

Laut einer Erhebung der Messeorganisatoren leiden 80% der Schuhhersteller unmittelbar unter den Folgen der Corona-Krise. 90% der Unternehmen gaben an, dass ihnen Aufträge gekürzt wurden. Für mehr als 60% der Befragten bedeutete das den zeitweisen Stillstand der Produktion. Zugleich seien die Unternehmen entschlossen, neu zu beginnen. Fast die Hälfte der Befragten (48%) geht davon aus, dass sich die Situation im September verbessern wird. 52% erwarten eine Erholung noch innerhalb des laufenden Jahres.
Mehr als 60% der an der Erhebung teilnehmenden Unternehmen nutzte während des Lockdowns digitale Tools, um mit Kunden in Kontakt zu treten. 75% der italienischen und internationalen Schuhfabrikanten sehen laut der Erhebung eine Fachmesse als Schlüssel-Event an, um einen „Relaunch“ des Business zu starten – und werden laut Assocalzaturifici sehr wahrscheinlich an der September-Ausgabe teilnehmen, vorausgesetzt, dass es umfangreiche Sicherheits- und Hygienekonzepte für Aussteller und Besucher gibt.

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Petra Steinke / 21.05.2020 - 17:39 Uhr

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