Corona-Krise

Sachsen geht in den Lockdown

Sachsen geht erneut in den harten Lockdown. (Foto: Unsplash)
Sachsen geht erneut in den harten Lockdown. (Foto: Unsplash)

Die sächsische Staatsregierung hat auf die stark ansteigenden Infektionszahlen reagiert: Ab dem 14. Dezember gilt in dem Freistaat ein harter Lockdown.

Ab dem 14. Dezember schließen in Sachsen Schulen, Kitas und Einzelhandelsgeschäfte. Ausgenommen bleiben Geschäfte für den täglichen Bedarf. Die entsprechende Verordnung gilt bis zum 10. Januar 2021. „Wir haben eine der härtesten Regeln, was Ausgangsbeschränkungen angeht, aber es reicht nicht“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zur Begründung. Die Situation in den Krankenhäusern sei mittlerweile extrem gefährlich. „In manchen Regionen gibt es keine Intensivbetten mehr“, so Kretschmer. Patienten aus der Oberlausitz müssten nach Dresden oder Leipzig verlegt werden. Die geplanten Einschränkungen seien die einzige Möglichkeit, um das Infektionsgeschehen zu stoppen. 

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) nannte die Lage ebenfalls „dramatisch“. Apotheken, Sanitätshäuser, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Poststellen oder Friseure dürfen nach Angaben von Dulig geöffnet bleiben. Auch der Verkauf von Weihnachtsbäumen bleibe gestattet. Er warf den Maskenverweigerern und Corona-Leugnern in Sachsen vor, die Hauptschuld an dem hohen Infektionszahlen zu haben. Für ganz Sachsen wies das Robert Koch-Institut am 8. Dezember eine Sieben-Tage-Inzidenz von 319 aus, bundesweit waren es 147.

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Helge Neumann / 08.12.2020 - 15:07 Uhr

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