„Internationalen Charakter sicherstellen“

Die Micam wird verschoben

Eindrücke von der 92. Ausgabe der Micam (Foto: Micam)
Eindrücke von der 92. Ausgabe der Micam (Foto: Micam)

Die ursprünglich für den 20. bis 22. Februar geplante Schuhmesse Micam in Mailand wird um mehrere Wochen verschoben. Dies gilt auch für die Lederwarenmesse Mipel. 

Laut dem Schreiben, das schuhkurier vorliegt, wird die Messe vom 13. bis 15. März auf dem Messegelände in Rho/Mailand stattfinden. Auch die Lederwarenmesse Mipel und die haut-à-porter-Show „The One Milano“ werden in diesem Zeitraum stattfinden. Die Schmuckmesse HOMI wird vom 11. bis zum 14. März ihre Tore öffnen. 

Die Verschiebung diene dazu, die Micam so sicher wie möglich zu gestalten und zugleich ihren internationalen Charakter zu sichern, so die Organisatoren. Man hoffe, dass zum späteren Termin die Reisemöglichkeiten insgesamt und die Teilnahme speziell für Einkäufer aus dem Nicht-EU-Raum einfacher sind, was wiederum die geschäftlichen Möglichkeiten für alle Branchenteilnehmer erhöhe.

Man sei sich der zunehmenden Notwendigkeit persönlicher Begegnungen bewusst, heißt es in dem Schreiben, das von Micam-Director Paulo Borghini unterzeichnet ist. Man sei zuversichtlich, dass dies mit dem neuen Datum der Messe ermöglicht werde.

Ein wesentlicher Grund für die Terminverschiebung dürften neben der Omikron-Welle die aktuellen Corona-Richtlinien in Italien sein, die russischen Einkäuferinnen und Einkäufern, welche mit dem Impfstoff Sputnik geimpft sind, geschäftliche Aktivitäten in dem Land verwehren. Der Impfstoff wird von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA nicht anerkannt.
Bereits auf der Pitti Uomo Anfang Januar war das Problem offenbar intensiv diskutiert worden; es gab zudem einen Vorstoß der Wirtschaft, eine Ausnahmeregelung für Geschäftsreisende zu erwirken, um ihnen den Besuch von Messen zu ermöglichen.

Auf schuhkurier-Nachfrage erklärte der italienische Schuhindustrie-Verband Assocalzaturifici, Reisenden ohne Impfung mit einem EMA-zertifizierten Vakzin sei der Besuch von Events, die Buchung von Hotels oder die Nutzung von Catering-Services in Italien untersagt. Man habe dieses Thema bereits an die politisch Verantwortlichen im Parlament sowie im Ministerium für Internationale Zusammenarbeit adressiert. Angestrebt werde ein Greenpass für Geschäftsleute, die nur vorübergehend nach Italien kommen. Man warte noch auf Feedback, so der Verband. 

 
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Petra Steinke / 19.01.2022 - 12:25 Uhr

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