Jahresbericht vor Micam-Start

Italienische Schuhbranche sorgt sich wegen Ukraine-Krieg

2021 konnte sich die italienische Schuhbranche einigermaßen erholen. Nun befürchtet man neue Probleme aufgrund der Vernetzung in die Märkte in Russland und der Ukraine.

Im Jahr 2021 konnte die italienische Schuhindustrie einen Umsatz in Höhe von 12,7 Mrd. Euro erspielen und diesen im Vergleich zum Vorjahr damit um 18,7% verbessern. Der Umsatz ist jedoch noch um 11% niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019. Gerade im vierten Quartal 2021 konnte viel exportiert werden. Vor allem Luxusgüterkonzerne hätten sich vollständig von der Pandemie erholen können, während kleinere Unternehmen noch mit coronabedingten Problemen zu kämpfen hätten. Für das kommende Jahr sei die Unsicherheit aufgrund des Krieges in der Ukraine besonders groß. Russland und die Ukraine seien wichtige Handelspartner für die italienische Schuhindustrie – gerade für das Luxussegment. 2021 wurden Waren im Wert von 317 Mio. Euro in die beiden Länder exportiert, 2019 im Wert von 346,4 Mio. Euro. Die italienische Messe Micam wurde verschoben und es wurden Ausnahme mit der italienischen Regierung ausgehandelt, um es russischen Händlerinnen und Händlern mit dem nicht zugelassenen Impfstoff Sputnik möglich zu machen, die Schuhmesse zu besuchen und mit italienischen Herstellern in Kontakt zu treten. Die Micam wird vom 13. Bis 15. März stattfinden. Insgesamt konnten 2021 Waren im Wert von 10,3 Mrd. Euro exportiert werden. In die Märkte USA und China konnte dabei mehr exportiert werden als noch 2019.

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Christopher Mastalerz / 03.03.2022 - 09:38 Uhr

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