Unter dem Motto ’Creating the New‘ zielt der neue Geschäftsplan der Adidas Gruppe darauf ab, „die Begehrlichkeit der Marken des Konzerns deutlich zu erhöhen und so das Wachstum weiter zu beschleunigen“. Den Unternehmenserwartungen zufolge sollen Umsatz und Gewinn deutlich steigen. Gegenüber den prognostizierten Ergebnissen für das Jahr 2015 soll der währungsbereinigte Konzernumsatz bis 2020 jährlich durchschnittlich im hohen einstelligen Bereich wachsen. Ferner heißt es, dass der Konzerngewinn den Erwartungen zufolge deutlich schneller wachsen soll als der Umsatz und um durchschnittlich etwa 15% pro Jahr zulegen.
Der neue Geschäftsplan umfasst drei wichtige strategische Säulen: Schnelligkeit, Städte und Open-Source.
Schnelligkeit
Nach Angaben des Unternehmens konnten die Produktionsvorlaufzeiten mit Adidas Neo deutlich verkürzt und die Möglichkeit erhöht werden, Produkte innerhalb einer Saison zu entwickeln. Darauf aufbauend will das Unternehmen das Thema Schnelligkeit konzernweit weiter ausbauen. Zugleich verfolgt die Adidas Gruppe das Ziel, den Anteil des Umsatzes durch selbst kontrollierte Verkaufsflächen auf mehr als 60% des Gesamtumsatzes erhöhen zu wollen. Durch die Implementierung eines klaren Omni-Channel-Vertriebsansatzes soll das E-Commerce-Geschäft bis zum Jahr 2020 auf mehr als 2 Mrd. Euro weiter ausgebaut werden. Das Unternehmen wird zudem die Produktionsfähigkeiten weiterentwickeln, um dem Konsumenten deutlich mehr Möglichkeiten der Produktpersonalisierung anzubieten.
„Wir leben in einer sich schnell verändernden Welt. Nur was neu ist, ist für den Konsumenten relevant. Daher müssen wir unermüdlich daran arbeiten, für unsere Konsumenten Neues zu schaffen. Und wir müssen uns als Unternehmen ständig neu erfinden, um Vorreiter der Veränderungsprozesse in unserer Branche zu sein“, sagte Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas Gruppe. „Die Möglichkeit, schnell zu agieren, wird für uns ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“
Städte
Der Anteil der Großstädte am weltweiten Brutto-Inlandsprodukt beläuft sich laut Adidas auf 80% und globale Trends werden zunehmend in den Metropolen geprägt. Daher beabsichtigt der Sportartikel-Konzern, in allen relevanten Regionen weiter zu wachsen und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf sechs wichtige Städte weltweit: Los Angeles, New York, London, Paris, Schanghai und Tokio. In diesen Städten wird die adidas Gruppe überproportional in Talente, Sichtbarkeit und Marketing investieren.
Open-Source
Um Wachstumschancen noch effektiver zu nutzen, wird die Gruppe ihre Investitionen auf die Kernmarken Adidas, Reebok und TaylorMade konzentrieren. Zudem hat Adidas Open-Source initiiert und sich damit ganz klar dazu bekannt, ihre Beziehungen zu den Konsumenten weiter zu stärken. Diese sollen fortan in die Art und Weise, wie die Adidas Gruppe ihre Produkte kreiert, entwickelt und präsentiert, noch stärker einbezogen werden. Dadurch wachse die Begehrlichkeit der Marken und das Unternehmen trete stärker als jemals zuvor mit Konsumenten, Sportlern, Einzelhändlern und Partnern in Verbindung, die dadurch zu einem Teil der Marken werden.
Beschleunigtes Wachstum
Die Herzogenauracher rechnen damit, dass diese drei strategischen Säulen eine deutlich erhöhte Begehrlichkeit der Marken hervorrufen werden, was in den nächsten fünf Jahren ein jährliches durchschnittliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich zur Folge haben soll. Ferner rechnet Adidas damit, dass der Konzerngewinn schneller wachsen wird als der Umsatz und bis zum Jahr 2020 gegenüber den prognostizierten Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2015 jährlich durchschnittlich um etwa 15% steigen wird.
Auch soll in jedem der nächsten fünf Jahre der Cashflow des Konzerns aufgrund der anhaltenden Fokussierung auf die Cashflowgenerierung den Prognosen zufolge schneller wachsen als das Betriebsergebnis. Angesichts der bereits jetzt äußerst gesunden Finanzlage des Konzerns, der erwarteten starken Cashflowgenerierung sowie der Bekenntnis des Managements zu nachhaltiger Wertschöpfung hat die Adidas Gruppe den Zielkorridor für künftige Dividendenzahlungen erhöht. Das Unternehmen beabsichtigt, künftig 30% bis 50% des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns auszuzahlen (bisher: 20%-40%). Des Weiteren wird die Adidas Gruppe ihr mehrjähriges Shareholder-Return-Programm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Mrd. Euro, das im vierten Quartal 2014 startete, fortsetzen.
„Unsere neue Strategie basiert auf Schnelligkeit, Fokus und Offenheit“, sagte Herbert Hainer. „Als Ergebnis werden wir unser Wachstum beschleunigen und hohe Renditen für unsere Aktionäre erzielen. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit unseren über 53.000 Mitarbeitern weltweit Neues zu schaffen.“