Der BTE ist von seinen Mitgliedern und dem Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragt worden, künftig die Facharbeit für den Einzelhandel mit Sportartikeln zu leisten. Bislang wurde diese Aufgabe vom Verband Deutscher Sportfachhandel (VDS) als eigenständigem Fachverband mit Sitz in München wahrgenommen. Mit der Neuaufstellung reagiert die Handelsorganisation auf die zunehmende Verschmelzung der Sortimente in den Bereichen Mode, Schuhe, Sport und teilweise Lederwaren.
„Wir freuen uns auf diese neue, wichtige Aufgabe. Gerade in volatilen Zeiten eröffnet die arrondierte Outfit-Welt große Chancen für eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit von Handel, Industrie und Dienstleistern“, sagt BTE-Präsident Mark Rauschen. Im Mittelpunkt stünden weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit, faire Wettbewerbsbedingungen sowie praxisnahe Rahmenbedingungen für Beschäftigung, Investitionen und Digitalisierung. Perspektivisch könnte auch das neu aufgestellte BTE Clearing-Center in die Zusammenarbeit eingebunden werden.
Die inhaltliche Leitung des neuen Fachbereichs übernimmt BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg. Der ausgebildete Sportfachwirt verfügt über langjährige Erfahrung in Handelsunternehmen und ist im Sporthandel gut vernetzt. BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels soll den Bereich gesamtstrategisch führen und in die Lobbyarbeit der HDE-Gesamtorganisation integrieren. Bei Bedarf will der Verband zusätzliches Fachpersonal einstellen.
Potenzial sieht Padberg unter anderem bei einer Vereinheitlichung von Warengruppen: „Sport, Lifestyle, Modehandel – alle Konzepte führen Sneaker oder Rucksäcke. Wir sprechen aber von unterschiedlichen Warengruppen. Es wäre sicherlich im Sinne der Marktteilnehmer, wenn wir hier eine Harmonisierung der Warenschlüssel realisieren könnten. Und in der Folge auch bessere Services für Händler und Lieferanten anbieten könnten.“ Zudem sollen Informationen und Leistungen gebündelt und Themen wie Innenstadtentwicklung und Nachhaltigkeit für alle Marktteilnehmer aufbereitet werden.
In den kommenden Wochen plant der BTE laut Sönke Padberg Gespräche mit großen Unternehmen und Verbundgruppen. Dabei sollen Herausforderungen und Chancen erörtert, Schwerpunkte priorisiert und eine Agenda erstellt werden. Zuvor stehen unter anderem noch eine Satzungsänderung und weitere formelle sowie inhaltliche Vorbereitungen an. Der BTE geht davon aus, diese Arbeiten bis zum 1. Januar 2027 abzuschließen und anschließend mit der Facharbeit für den Sporthandel beginnen zu können.
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