Unterdessen hat Allbirds den bisherigen Chief Operating Officer Joe Vernachio zum CEO ernannt. Zuerst hatte das Medium Footwear News darüber berichtet. „Ich fühle mich geehrt, die Rolle des CEO zu übernehmen, und bin Joey unendlich dankbar für seine Partnerschaft. Ich freue mich darauf, weiterhin eng mit unseren Teams im gesamten Unternehmen und dem Vorstand zusammenzuarbeiten, während wir den strategischen Transformationsplan von Allbirds vorantreiben. Ich weiß sehr genau, was nötig ist, um Markenwert aufzubauen, das Wachstum wiederherzustellen und die Skalierung voranzutreiben“, sagt Vernachio. Allbirds habe alle Voraussetzungen für eine dauerhafte, ikonische Marke. „Ich freue mich darauf, das volle Potenzial unserer Strategie auszuschöpfen, unglaubliche Produkte zu entwickeln und langfristigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.“
Joey Zwillinger war erst im Mai letzten Jahres vom CO-CEO zum alleinigen CEO des Unternehmens aufgestiegen. Er soll Allbirds künftig als Berater und Mitglied im Verwaltungsrat erhalten bleiben.
Seit vergangenem Jahr befindet sich Allbirds in einem Umstrukturierungsprozess. Teil dessen sind die Überarbeitung der Produkte, die Optimierung des Vertriebs und der Rentabilität der Filialen in den USA sowie Kosteneinsparungen. Auch Entlassungen von Mitarbeitenden wurden angekündigt. Das Unternehmen verzeichnet geringere Einnahmen aufgrund geringerer Durchschnittspreise und zugleich steigende Kosten durch höhere Werbeaktivitäten.
Im vierten Quartal 2023 sank der Umsatz von Allbirds um 14,5% auf 72 Mio. US-Dollar (65,8 Mio. Euro). Der Nettoverlust im vierten Quartal belief sich auf 56,8 Mio. US-Dollar (60,2 Mio. Euro) oder 0,37 US-Dollar (0,33 Euro) pro unverwässerter und verwässerter Aktie.
Für das Gesamtjahr 2023 sank der Nettoumsatz um 14,7% auf 254,1 Mio. Dollar (232,5 Mio. Euro) und der Nettoverlust betrug 152,5 Mio. Dollar (139,5 Mio. Euro) oder 1,01 Dollar pro Aktie (0,92 Euro).
In seiner am 12. März veröffentlichten Prognose für 2024 rechnet Allbirds mit einem Nettoumsatz zwischen 190 und 210 Mio. US-Dollar (173,8 bis 192,2 Mio. Euro) wobei der Nettoumsatz in den USA zwischen 150 und 165 Mio. US-Dollar (137,3 bis 151 Mio. Euro) liegen soll. Die Bruttomarge wird voraussichtlich zwischen 42 und 45% liegen. Der Umsatz im ersten Quartal wird voraussichtlich zwischen 37 und 42 Mio. US-Dollar (35 bis 38 Mio. Euro) liegen, der bereinigte EBITDA-Verlust zwischen 27 und 23 Mio. US-Dollar (25 bis 21 Mio. Euro).