Der Antrag schaffe den rechtlichen Rahmen, um die aktuelle Situation zu ordnen, das Unternehmen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft von Galeria zu schaffen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Es ist das vierte Mal innerhalb von sechs Jahren, dass das Unternehmen einen Insolvenzantrag stellt. Galeria betreibt aktuell 83 Warenhäuser und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeitende. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weiterlaufen.
In den Jahren 2020, 2022 und 2024 hatte der Warenhauskonzern bereits Insolvenzanträge gestellt und im Zuge dessen zahlreiche Standorte geschlossen. Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
Zuletzt hatten mehrere Vermieter ausbleibende Mietzahlungen beklagt. Galeria verwies auf Liquiditätsschwankungen und bat um Stundungen. Im Juni erhielt die Warenhauskette eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Mio. Euro durch die US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers. Die Finanzierung ist an einen dreijährigen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht.
Im Juli kündigte Galeria an, 33 Warenhäuser zu überprüfen und mit den Vermietern über die Mietkonditionen zu verhandeln. Ohne tragfähige Lösungen sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet. Eine Entscheidung über die betroffenen Standorte stand zuletzt noch aus.