„Der Gott der Schuhe war uns gnädig“, so Fritz Terbuyken. Insbesondere die Abverkäufe von Stiefeletten und neuen Sneaker-Typen seien sehr gut angelaufen. Für das Gesamtjahr 2014 strebt die ANWR ein Umsatzwachstum um 2,0% an. Positiv entwickelt sich auch das Zentralregulierungsvolumen der ANWR Schuh Deutschland. In den ersten beiden Monaten wurde eine Steigerung um 1,4% auf 217 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Im zurückliegenden Jahr 2013 stieg das Zentralregulierungsvolumen um 3,0% auf 818 Mio. Euro. Zugleich ist die Zahl der Mitgliedsunternehmen im Vorjahr von 985 auf 973 gesunken, im Gegenzug ist jedoch die Anzahl der Verkaufsstellen um über 200 auf 3.316 angewachsen.
Für ANWR Schuh-Geschäftsführer Michael Decker und Fritz Terbuyken standen die vergangenen zwölf Monate unter dem Zeichen der Veränderung. „Um die ANWR-Händler in ihrer Zukunftsfähigkeit zu unterstützen, haben wir viel Neues angebahnt und wichtige Zukunftsthemen aufgegriffen. Diesen Weg werden wir 2014 mutig weitergehen“, so Michael Decker. Eine Innovation sei die Verbindung von Online-Information und Offline-Inszenierung. Seit kurzem könnten über die Online-Plattform www.schuhe.de die Bestände der Händler abgebildet werden. Aktuell nutzen rund 160 Unternehmen diese Möglichkeit, „und es werden täglich mehr“, sagte Fritz Terbuyken. Nach dem Start der TV-Kampagnen im letzten Jahr sind für die kommenden Monate zwei weitere Aktionen mit Skechers eingeplant. Dabei wurde durch die Zentrale in Mainhausen erstmals ein Warenpaket automatisch für die Mitgliedsunternehmen zugeteilt.
Damit das Zusammenspiel aus Warenbeständen im Lager, Warenwirtschaftssystemen und auch der Darstellung auf schuhe.de sei der elektronische Datenaustausch eine Grundvoraussetzung. Ein Check während der vergangenen Orderrunde habe jedoch gezeigt, dass die Probleme im Hinblick auf EDI weiterhin zahlreich und vielschichtig seinen. „Es war eine ernüchternde Erfahrung“, sagte Michael Decker. „Wir sind vom Idealprozess noch ein weites Stück entfernt.“ Daher habe die ANWR beschlossen, 2014 zunächst 100 Händer ’EDI fit’ zu machen. So sollen vor Ort eine umfassende EDI-Beratung durchgeführt, die Einstellungen der Warenwirtschaftssysteme geprüft und Schulungen durchgeführt werden. Zu diesem Zweck wurden sieben neue Mitarbeiter neu eingestellt.