Dabei sei der Markt mehr und mehr von einer Zweiteilung geprägt: Während die Exportmärkte – und hier insbesondere die Länder außerhalb der EU – meist robust sind, ist die Lage auf dem Heimatmarkt Italien angespannt.Die Produktion fiel mengenmäßig um 4,4% auf 198,5 Mio. Paar Schuhe, wertmäßig wurde ein Rückgang um 1,2% auf 7,1 Mrd. Euro verzeichnet.
Die Probleme auf dem Heimatmarkt wurden auch in der Anzahl der Unternehmen sichtbar, die 2012 schließen mussten. So wurden im vergangenen Jahr 250 Unternehmen mit knapp 1.700 Mitarbeitern geschlossen, in den ersten drei Monaten des Jahres 2013 kamen weitere 83 Schuhfabriken mit rund 1.000 Arbeitsplätzen hinzu. „Das entspricht fast einer Fabrik pro Tag“, erklärte Cleto Sagripanti betroffen.
In den ersten beiden Monaten 2013 setzt sich der Trend aus dem Vorjahr fort: Während die Exporte in EU-Länder stagniert, entwickeln sich vor allem die Märkte in den so genannten ’Emerging Markets‘ positiv. Insgesamt stiegen die Exporte um 5,3% im Wert und 3,7% in der Menge. Die Schuhausfuhren in das wichtigste Abnehmerland Frankreich stiegen um 7,7% im Wert und 3,4% im Volumen, dagegen gingen die Exporte nach Deutschland um 2,7% im Wert und -6,8% im Volumen zurück. Sehr gut entwickelten sich Russland (+27% im Wert) und China (+43% im Wert).