Seitdem hat das Unternehmen die ein oder andere Herausforderung bewältigt – nicht zuletzt auch die Corona-Pandemie. Nach den Lockdowns erlebte auch Mammut – unter der Leitung von CEO Heiko Schäfer – einen großen Nachholeffekt in der Outdoorbranche. „Das vergangene Jahr stand wahrscheinlich beim Handel und den Lieferanten unter dem Post Corona-Effekt“, sagt Michael Portmann, Head of Sales Switzerland der Mammut Sports Group AG. „Mammut hat das Jahr 2023 mit einem Plus abgeschlossen. Darüber freuen wir uns sehr und sind stolz.“ Derweil sind auch die Erwartungen an die Zukunft weiterhin optimistisch. „Die Zeichen der Branche stehen gut“, so Portmann weiter. Das Vertrauen basiere vor allem auf die eigenen Innovationen, die Mammut in die drei Abteilungen Textil, Schuhe und Equipment einfließen lässt. Zwar flachen die Nachholeffekte des Outdoorbereichs bereits ab, mit Blick auf die Zukunft glaubt Mammut allerdings auch weiterhin an ein starkes Segment und an einen nachhaltigen Trend. „Unserer Prognose nach ist keine Stagnation in Sicht. Die Menschen lieben es sehr, outdoor zu sein.“ Für 2025 werde außerdem wieder eine Steigerung erwartet.
Das Mammut der Zukunft
Heute ist Mammut mit seinen drei Segmenten in 42 Ländern weltweit vertreten. Weitere Expansionspläne hat das Unternehmen fürs erste nicht, vielmehr möchte Mammut an der Stärkung mit den bestehenden Handelsbeziehungen arbeiten. Gleichzeitig sieht Portmann auch Potential in weiteren neuen Shop-in-Shop-Formaten und reinen Mammut Monobrand Stores. „Das stationäre Geschäft macht nach wie vor den größten Anteil aus“, so Portmann. „Wir sind selektiver in der physischen Handelslandschaft und können uns dabei auf unsere bestehenden Partnerbeziehungen optimaler eingeben.“ Den eigenen E-Commerce Kanal betreibt Mammut als Ergänzung zum bestehenden stationären Handel. „Auch leben wir das Marktplatzbusiness, sofern es Sinn macht und vertretbar ist“, so Portmann. „Das digitale D2C-Business ist etabliert und ein wichtiger Teil des heutigen Handels.“
Den wichtigsten Markt sieht das Unternehmen aktuell in der DACH-Region. „Wir sehen aber auch, dass sich der asiatische Markt gut erholt und sehr gute Umsätze erzielt“, führt Michael Portmann aus. „Ebenso ist Amerika, beziehungsweise Nordamerika, ein sehr guter und relevanter Markt.“ Vor allem Deutschland bleibt, nicht zuletzt durch die Varianz zwischen Süden und Norden, für die Marke essenziell. Doch egal ob Europa, Asien oder Amerika: Mammut sieht größere Herausforderungen in den meteorologischen und klimatischen Veränderungen. Dementsprechend hat sich die Marke hohe Ziele gesetzt. Bis 2030 möchte das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2018 halbiert haben. Ganz nach der Strategie „Do our best, remove the rest“ (Unser Bestes tun, den Rest beseitigen) analysiert Mammut jeden einzelnen Geschäftsbereich, um den Planeten auch für künftige Generationen zu hinterlassen. Dazu zählen neben Reparaturprogrammen auch eine arbeitnehmerfreundliche Produktion und die Rücksicht auf Tierwohl. Oder wie es Rolf Schmid, ehemaliger Mammut-CEO, ausdrückte: „In der Outdoor-Szene haben wir uns immer gesagt: Mach nicht kaputt, was du genießen willst.“