Am 1. Februar hat der Furniturenhersteller Bama ein Insolvenzverfahren eröffnet. Grund für die Insolvenz sei die allgemeine Kaufzurückhaltung aufgrund der Pandemie und des Krieges gewesen. Das Insolvenzverfahren sollte dabei helfen, die nötige Umstrukturierung durchzuführen und Arbeitsplätze zu sichern. Vorgesehen war, einen neuen Investor zu finden.
Am 19. Juni wurde der Beteiligung durch den neuen Investor durch die Gläubigerversammlung zugestimmt und damit das Insolvenzverfahren beendet. Dabei handelt es sich um die Hamburger Beteiligungsgesellschaft MKCP. Sie ist spezialisiert auf Beteiligungen in Sondersituationen wie Unternehmensnachfolge, Carve Out oder Insolvenzen. Der Insolvenzplan sieht vor, dass die MKCP alle Gesellschaftsanteile an Bama im Rahmen einer Kapitalerhöhung übernimmt, einschließlich der Markenrechte, des Produktportfolios und der Mitarbeiter. Dadurch werde eine nahtlose Fortführung des Geschäftsbetriebs gewährleistet und die nach der Restrukturierung verbliebenen Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesichert. Michael Krieger, der geschäftsführende Gesellschafter der MKCP dazu: „Wir freuen uns, die Übernahme der Bama GmbH bekannt zu geben und sind zuversichtlich, dass diese Vereinbarung den Ausgangspunkt einer positiven Zukunft für das Unternehmen und alle Beteiligten schafft.“ Die MKCP plane, die Marke weiterzuentwickeln und auf Wachstumskurs zu bringen.
„Die erfolgreiche Beendigung des Verfahrens markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte unseres Traditionsunternehmens. Wir sind unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern für ihre Unterstützung und Loyalität während dieser herausfordernden Phase extrem dankbar. Gleichzeitig sind wir überzeugt, mit der MKCP einen Partner an unserer Seite zu haben, mit dem wir jetzt gestärkt nach vorne schauen können“, so Bama-Geschäftsführer Dr. Stefan Rassau. Nach der Übernahme durch den Investor sollen die Produktion in Polen fortgesetzt und das Sortiment weiterentwickelt werden.