BDSE-Präsidentin Brigitte Wischnewski stellte zwar fest, dass angesichts der hohen Vorgaben des Vorjahres nur Optimisten von einem erneuten Plus ausgegangen seien. Dennoch sei das leichte Minus wenig zufriedenstellend, zumal es am richtigen Wetter und guter Konsumstimmung nicht gemangelt habe.
Dar Marktvolumen des Schuhfachhandel beziffert der BDSE auf 4,5 Mrd. Euro. Das Marktvolumen des Einzelhandels mit Schuhen liegt bei 6,5 Mrd. Euro – jeweils inklusive Onlinehandel.
Als extrem unbefriedigend für die stationären Händler wertet der BDSE die rückläufigen Frequenzen. Im Verlaufe der letzten sieben bis acht Jahre sei der Kundenstrom in den Städten im Schnitt um 20% zurückgegangen. Davon seien die Toplagen weniger stark betroffen als die Mittelstädte und ländlichen Regionen. Ursächlich seien ein neues Mobilitätsverhalten und der verstärkte E-Commerce. „Die Innenstadt muss heute nicht mehr besucht werden“, so Wischnewski.
Leicht rückläufig ist laut BDSE die Umsatzentwicklung im Onlinehandel mit Schuhen. Hier sei ein Minus von -0,6% zu verzeichnen. Dabei beruft sich der Verband auf Zahlen der Destatis-Jahresstatistik, des BEVH/TNS Infratest sowie eigene Berechnungen.
Der Marktanteil des Onlinehandels mit Schuhen liegt demnach bei 13% (stationär: 87%). Die Umsatzentwicklung des stationären Einzelhandels mit Schuhen liegt mit 1,3% im Plus.
Digitalisierung als Chance nutzen
Stärker als bisher müsse der stationäre Handel die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich nutzen und interne sowie externe Prozesse optimieren. Digital Signage, die virtuelle Regalverlängerung sowie intelligente Multichannel-Ansätze seien Herausforderungen, die angenommen werden müssen. Zudem appellierte Brigitte Wischnewski an den Handel, sich mit EDI auseinanderzusetzen und die entsprechenden Voraussetzungen nicht nur selbst zu erfüllen, sondern auch von der Industrie einzufordern. Man solle die GDS auch für strategische Gespräche über Themen wie diese nutzen, so die BDSE-Präsidentin.