Dabei habe zwar der mittelständische Schuhfachhandel ein überschaubares Minus zwischen 0,5 und 1% hinnehmen müssen, die großen Schuhfilialisten hätten jedoch aufgrund der Eröffnung neuer Filialen und der Erweiterung ihrer Verkaufsflächen ein Umsatzplus von schätzungsweise 1 bis 2% erreicht, berichtete BDSE-Präsidentin Brigitte Wischnewski.
„Die abgelaufene Herbst-/Wintersaison war witterungsbedingt für den Schuheinzelhandel schwierig. Der Winter war zu mild, in einigen Regionen blieb er fast gänzlich aus. Vor allem Schuhhändler im Süden Deutschlands, die sonst von kalten Temperaturen, Schnee und Eis profitieren, klagen über schlechte Umsätze im zweiten Halbjahr“, berichtete sie. Im Durchschnitt sei die Saison aber dennoch gar nicht so schlecht verlaufen. „Extreme Ausreißer wie im März mit einem Umsatzminus von über 20% mussten im zweiten Halbjahr nicht verbucht werden. Allerdings war der Dezember mit stellenweise zweistelligen Plusgraden auch viel zu warm und zog mit einem Monatsminus von 10% die Jahresendmarke noch einmal spürbar nach unten“, so die Schuhhändlerin aus Lübbecke.
Erneut gewachsen sei der Online-Handel mit Schuhen. Das vorläufige Zahlenmaterial lasse darauf schließen, dass die Umsätze des Online-Verkaufs bei Schuhen auch in 2013 leicht zweistellig gestiegen sind. Der BDSE schätzt den Online-Marktanteil bei Schuhen auf mittlerweile rund 12%.
Vor dem Hintergrund des durchwachsenen Geschäftsverlaufs in 2013 blicken die Unternehmen des Schuheinzelhandels mit Zuversicht auf 2014, so Wischnewski. So rechnet der BDSE damit, dass die Konsumenten ihr Geld in diesem Jahr wieder gerne und verstärkt auch für Schuhe ausgeben. Ein nominales Umsatzwachstum des Schuheinzelhandels von 2% betrachte sie als durchaus realistisches Ziel.