Der Verlauf der Frühjahrssaison verlief im Schuheinzelhandel bisher eher enttäuschend, informiert der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) und appeliert an die Branche, in dieser Situation keine voreiligen Rabattaktionen zu starten.
09.05.2016
Michael Frantze
1 Minute
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Der BDSE weist darauf hin, dass bei steigenden Temperaturen die Bedarfskäufer ihre Einkäufe erfahrungsgemäß nachholen. Entsprechend sollten nicht unnötig wertvolle Rohertragspunkte verschenkt werden, zumal das Vertrauen der Kunden in eine seriöse Kalkulation des Einzelhandels auf dem Spiel steht.
Die negative Auswirkung von Rabatten auf den Ertrag von Handelsunternehmen werde ohnehin immer wieder unterschätzt. So müsse in der Regel ein kaum zu erreichender zweistelliger Mehrumsatz erzielt werden, um die Ertragseinbuße z.B. einer zehnprozentigen Preisreduzierung zu kompensieren: Je nach Spanne liege die notwendigen Mehrumsatz zwischen 20 und 30%. Wer 20% Nachlass gewährt, müsse laut BDSE sogar zwischen 60 und 70% Mehrumsatz erzielen, um den Rohertragsverlust auszugleichen.
Der BDSE rät deshalb dringend, die betriebswirtschaftlichen Folgen von Rabattaktionen – insbesondere bei Jubiläums- und Räumungsverkäufen – vorab sorgfältig zu berechnen. Die entsprechende Formel ist unterwww.bdse.org zu finden.