Wie Reuters unter Berufung auf Mitteilungen der beteiligten Unternehmen berichtet, fällt die Entscheidung im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des Kaufhauses durch ein Team aus der bisherigen Geschäftsführung. Die erst im November 2025 eröffnete dauerhafte Shein-Verkaufsfläche löste von Beginn an Kritik von Beschäftigten, Politikern und Teilen des französischen Einzelhandels aus.
Angeblich will die neue Leitung das BHV wieder stärker auf seine traditionellen Sortimente konzentrieren. Dazu zählen unter anderem Wohnen, Dekoration, Haushaltswaren und Heimwerken. Ein genauer Termin für die Schließung der Shein-Fläche wurde zunächst nicht genannt.
Unabhängig von der Kooperation teilte die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF am 3. Juni 2026 mit, gegen zwei Shein-Gesellschaften Geldbußen von insgesamt rund 22,5 Mio. Euro verhängt zu haben. Die Behörde nennt unter anderem Verstöße gegen Informationspflichten im Onlinehandel, das Widerrufsrecht sowie Vorgaben zu Umweltinformationen als Gründe für die Sanktionen.
Shein erklärte laut Reuters, die Entscheidung des BHV zu respektieren. Zugleich verwies das Unternehmen darauf, dass die Zusammenarbeit von Anfang an als zeitlich begrenztes Modell angelegt gewesen sei.