Im Vorjahresvergleich lag das BIP preisbereinigt um 0,6 % höher; preis- und kalenderbereinigt ergab sich ein Plus von 0,4 %. Die Konsumausgaben nahmen im Quartalsvergleich insgesamt um 0,7 % zu. Dabei stiegen die staatlichen Konsumausgaben stärker (+1,1 %) als die privaten Konsumausgaben (+0,5 %).
Auf der Investitionsseite zogen vor allem die Bauinvestitionen an (+1,6 %). Die Ausrüstungsinvestitionen (Maschinen, Geräte, Fahrzeuge) legten nach einem starken Vorquartal nur noch leicht zu (+0,1 %).
Vom Außenhandel kamen erneut keine positiven Impulse: Die Exporte von Waren und Dienstleistungen gingen gegenüber dem Vorquartal um 0,6 % zurück, die Importe sanken um 0,3 %.
Die Bruttowertschöpfung stieg im 4. Quartal 2025 um 0,4 %, nachdem sie im Vorquartal stagniert hatte. Das Baugewerbe verzeichnete den stärksten Zuwachs (+1,7 %), während die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt unverändert blieb (0,0 %).
Im 4. Quartal 2025 erbrachten rund 46,1 Millionen Erwerbstätige die Wirtschaftsleistung; das waren 58.000 Personen (-0,1 %) weniger als ein Jahr zuvor. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen nahm laut vorläufigen Angaben um 0,5 % zu.
Da der Konsum der privaten Haushalte im Vorjahresvergleich stärker wuchs (+4,4 %) als ihre Nettoeinkommen (+3,3 %), sank die Sparquote auf 9,4 % (Vorjahr: 10,4 %).
In der EU insgesamt stieg das BIP im Quartalsvergleich um 0,3 % – ähnlich wie in Deutschland (+0,3 %). Spanien wies unter den großen EU-Ländern den stärksten Zuwachs aus (+0,8 %), Frankreich lag bei +0,2 %, Italien bei +0,3 %. In den USA fiel das BIP im Vergleich zum 3. Quartal 2025 um 0,4 % höher aus.