Laut der Nachrichtenagentur Reuters will Birkenstock seine Preise weltweit um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz erhöhen, um die Auswirkungen der US-Zollpolitik auszugleichen. Die Preise sollen zwischen Juli und September erhöht werden.
Zurzeit gilt ein Zoll von 10% auf Produkte aus der Europäischen Union, die in die USA importiert werden. Der zunächst angekündigte Zoll von 20% wurde zunächst für 90 Tage pausiert. „Wir werden die Auswirkungen der bestehenden Zölle vollständig kompensieren“, sagte CFO Ivica Krolo im Gespräch mit Reuters. „Wir erhöhen nicht nur in einer Region, sondern sehen dies als eine globale Maßnahme.“ Birkenstock wolle die Fabriken und Logistik außerdem effizienter betreiben und Produktionskosten senken.
Es sei extrem schwierig, die Entwicklung der Zölle nach dem 9. Juli, wenn die Pause endet, vorherzusehen. Birkenstock erhofft sich gleichzeitig, von der Politik zu profitieren, weil das Unternehmen vorwiegend in Deutschland produziert. In Asien produzierende Unternehmen mussten viele Lieferungen in die USA canceln. „Wir sehen dies als Chance, zusätzliche Regalflächen zu besetzen und (Markt-)Anteile zu gewinnen, und das ist auch der Grund, warum wir weiter investieren“, sagte Krolo. Er forderte die EU auf, möglichst schnell ein Abkommen mit den USA zu schließen. Die Produktion in die USA zu verlagern, ist für Birkenstock derzeit keine Option.