Die insgesamt 13 Standorte von Breuninger befinden sich unter anderem in Stuttgart, Düsseldorf und Leipzig. Die Eigentümerfamilie plant laut „Wirtschaftswoche“, sowohl die Warenhäuser als auch die Immobilien zu veräußern. Bereits seit Juni soll der Verkaufsprozess laufen. Demnach soll es bereits 31 Interessenten geben. Wie die Wirtschaftswoche ermittelt hat, könnten die Immobilien einen Wert von 1,8 Mrd. Euro haben, das Unternehmen insgesamt könnte rund zwei Milliarden Euro wert sein.
Zu den möglichen Interessenten könnten laut „Wirtschaftswoche“ unter anderem das spanische Warenhausunternehmen Il Corte Inglés gehören oder die französischen Warenhausbetreiber Galéries Lafayette. Auch Fondsgesellschaften werden als mögliche Käufer von Immobilien genannt, ebenso wie die thailändische Central Group.
Breuninger ist ein Fashion- und Lifestyle-Unternehmen mit über 140-jähriger Tradition und zählt zu den führenden Omnichannel-Department Stores in Europa. Das Unternehmen betreibt in Deutschland und Luxemburg 13 Häuser.
Der im Jahr 2008 gestartete Onlineshop www.breuninger.com zählt zu den erfolgreichsten im Premiumsegment und ist auch in Österreich, der Schweiz, Polen, Tschechien, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Spanien und Italien verfügbar.
Auf schuhkurier-Anfrage zu dem Medienbericht reagiert Breuninger zurückhaltend: Man kommentiere generell keine Marktgerüchte.
Das Unternehmen sei sowohl im stationären als auch im Online-Handel profitabel, heißt es weiter seitens Breuninger. Im Jahr 2023 habe man insgesamt etwa 1,5 Mrd. Euro umgesetzt. Dies entspreche einer Steigerung von 7% gegenüber dem Vorjahr und bedeute ein deutliches und profitables Wachstum im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019, das mit rund 960 Mio. Euro Umsatz abgeschlossen worden sei.