Eine Kette mit gelber Plastikente, Handyketten aus leuchtenden Holzperlen oder Bag Charms aus bunten Bändern – das Nürnberger Unternehmen Escapulario fertigt Dinge, die man nicht braucht, aber unbedingt haben möchte.
09.02.2026
Petra Steinke
1 Minute
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Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Wer vorvergangenes Wochenende auf der Supreme in Düsseldorf Mode- und Schuhkollektionen sichtete, wird den fröhlich-bunten Messestand von Escapulario kaum übersehen haben. Mittendrin im Messegeschehen präsentierten Sandra und Thomas Eckert auf wenigen Quadratmetern jede Menge gute Laune – in Form von Bag Charms, Handyketten, Entenanhängern und vielem mehr. Seit 26 Jahren betreiben die beiden ihr Business in Nürnberg: Er, gelernter Mediengestalter; sie, eine kreative Seele durch und durch.
Von der Idee zum Unternehmen
Angefangen hat alles mit kleinen Bändchen mit Maria- und Josef-Anhängern, die sie in Brasilien entdeckten und kurzerhand nach Deutschland brachten. Es folgten erste Erfolge auf Lifestyle-Messen – und bald ein wachsendes Sortiment. Auch auf Schuhmessen zeigten die Eckerts Präsenz. Um 2007 entstand die Idee, zusätzlich zum Schmuck eine eigene Schuhkollektion zu entwickeln. 2017 stellten sie dieses Projekt ein. „Schuhe sind sehr komplexe Produkte. Wir haben uns entschieden, uns auf das Schmucksegment zu konzentrieren“, sagt Sandra Eckert heute. Eine Entscheidung mit Weitblick – denn bald begann der Handyketten-Boom, den Escapulario mit fröhlichen Holzkugelketten erfolgreich mitprägte. Heute beliefert das Unternehmen Mode- und Schuhhändler, Concept Stores, aber auch Hotels, Museen und kulturelle Einrichtungen. Verkauft werden eigene Entwürfe ebenso wie personalisierte Produkte für individuelle Kundenwünsche. Produziert wird in einer Fabrik rund sieben Stunden von São Paulo entfernt, mit der Escapulario von Beginn an zusammenarbeitet. Dort sind rund 50 Menschen beschäftigt, die Kugeln, Anhänger und andere Komponenten nach Vorgaben aus Nürnberg fertigen. In Franken wiederum werden alle Ketten und Charms von einem zehnköpfigen Team aus Hausfrauen, Studenten, Schülern und Rentnern per Hand zusammengesetzt – im Büro oder zuhause. „Das Altersspektrum reicht von 17 bis 70 – und alle haben Freude an ihrer Arbeit“, sagt Thomas Eckert. Neue Designs entstehen im Kopf von Sandra Eckert, werden digitalisiert und an das Partnerunternehmen in Brasilien übermittelt. Vom Kundenauftrag bis zur Auslieferung vergehen etwa vier Wochen. Viele Artikel sind aber auch lagernd verfügbar. Händler, die individuelle Varianten wünschen, können diese als Give-away oder Kundengeschenk bei Escapulario beauftragen – das Team entwickelt gemeinsam mit dem Kunden passende Ideen.
Designs von Escapulario
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Impressionen von der Supreme: Escapulario (Foto: Redaktion)
Aktuell erleben die Eckerts starken Rückenwind. Der Bag-Charm-Trend spielt ihnen in die Karten – und der Zeitgeist scheint ihre Idee kleiner, fröhlicher Accessoires zu begünstigen. „Die Menschen brauchen in diesen Zeiten Glücksgefühle. Und die bekommen sie, wenn sie beispielsweise beim Schuhkauf unsere bunten Kreationen sehen“, ist Sandra Eckert überzeugt.