Canada Goose gibt seine Performance-Footwear-Marke Baffin ab. Das Unternehmen hat eine Vereinbarung über den Verkauf an den kanadischen Hersteller L.P. Royer Inc. geschlossen. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht, der Abschluss der Transaktion wird noch im laufenden Monat erwartet.
Mit dem Schritt verfolgt Canada Goose eine strategische Neuausrichtung. CEO Dani Reiss bezeichnet den Deal als konsequente Maßnahme zur Fokussierung: „Wir haben bedeutende Fortschritte dabei erzielt, Canada Goose zu einer ganzjährigen Lifestyle-Marke weiterzuentwickeln, und dies gibt uns die Möglichkeit, diese Dynamik fortzusetzen, indem wir unser Geschäftsmodell vereinfachen, unsere Ressourcen auf die Chancen mit der höchsten Priorität konzentrieren und langfristiges, profitables Wachstum vorantreiben..“
Baffin wurde 1979 gegründet und hat sich auf technisch anspruchsvolle Boots spezialisiert. Canada Goose hatte die Marke 2018 für 32,5 Mio. kanadische Dollar übernommen, um in den Schuhmarkt einzusteigen und entsprechendes Know-how aufzubauen. Diese Grundlage nutzte das Unternehmen später für den Launch eigener Footwear-Kollektionen im Jahr 2021, deren Geschäft seither laut Unternehmensangaben deutlich gewachsen ist.
Unter dem neuen Eigentümer soll Baffin eigenständig weitergeführt werden. Royer plant, die Marke gezielt auszubauen und international zu skalieren. „Baffin ist eine Marke mit einer langen Tradition, und wir sehen enorme Chancen, auf diesem Erbe aufzubauen und es weltweit weiterzuentwickeln. Wir sind entschlossen, in Baffin und sein Team zu investieren“, erklärt Royer-Präsident Simon La Rochelle. Das gesamte Baffin-Team soll übernommen werden.
Auch bei Baffin selbst wird der Zusammenschluss positiv bewertet. Managing Director Mark Hubner betont die gemeinsame Basis beider Unternehmen: „Ich freue mich auf das, was wir gemeinsam erreichen können, und auf die Chancen, die sich für die Marke bieten.“
Für Canada Goose ist der Verkauf Teil einer breiteren Transformation. Der Konzern arbeitet daran, sein Luxusportfolio auszubauen und gleichzeitig Kostenstrukturen zu optimieren. Im jüngsten Quartal konnte das Unternehmen sowohl den Umsatz steigern als auch die Verluste reduzieren.